Nr. 8, September 2003
Rundschreiben des internationalen OFM Rates für
Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
(herausgegeben vom GFBS Büro in Rom)
Inhalt dieser Ausgabe:
i) GFBS Vorschläge vom Generalkapitel angenommen, ii) Abschlussansprache des Generalministers beim Generalkapitel, iii) Erklärung des Ministers an die Presse, iv) Nachrichten von den Konferenzen, v) weitere GFBS Nachrichten.
GFBS Büro Webseite: Bitte besucht unsere Webseite: www.ofmjpic.org oder über die Seite der Kurie: www.ofn.org und klickt auf den Marker für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Dort gibt es einen Teil mit dem Titel „Was gibt es Neues?“, wo alle aktuellen Themen in den verschiedenen Sprachen behandelt werden.
Anmerkung: Der Generalminister ist auf der Suche nach 2 Brüdern, die im GFBS Büro arbeiten sollen. Die Tatsache, dass in der Veröffentlichung eines Dekrets über Personal für die Generalkurie kein Bezug auf das GFBS Büro genommen wurde, bedeutet nicht, dass das Büro aufgelöst wurde. Eine Entscheidung diesbezüglich wird während des Treffens des Generaldefinitoriums im September getroffen.
Vorschläge des Generalkapitel für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung: (http://www.ofm.org/01other/DocFinCG.html)
Generaldefinitorium:
(38) Das Kapitel ersucht das Generaldefinitorium darum, das GFBS Büro zur Erreichung seiner Ziele mit entsprechendem Personal und Mitteln auszustatten.
(39) Das Generalkapitel ersucht alle Ordensteile in den nächsten 6 Jahren von 2003 bis 2009 mit Hilfe des GBS Büros folgende Schritte zu vollziehen:
a) unseren Lebensstil und seine Auswirkungen auf die Schöpfung zu überprüfen sowie verantwortungsvolleres Handeln im Hinblick auf die Umwelt zu zeigen und das Recht der Umwelt zu verteidigen.
b) einen gewaltlosen aber aktiven Lebensstil zu fördern und spezielles Augenmerk auf die Lösung von Konflikten zu legen.
c) Besondere Beachtung soll Flüchtlingen, Migranten, ethischen Minderheiten, Landlosen und Vertriebenen geschenkt werden.
(40) Das Generalkapitel verlangt, dass in der 3-jährigen Periode bis 2006 der Rat für wirtschaftliche Angelegenheiten auf General- wie Provinzialebene Richtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz seiner Ressourcen ausarbeiten sollte.
Packen wir es an Zusammenfassung der Ansprache von Br. José R. Carballo, ofm bei der Abschlussfeier des Generalkapitels.
(http://www.ofm.org/capgen/00/01/000latest.htm)
„Ein Kapitel ist immer eine Zeit der Gnade die es uns erlaubt, unseren Blickwinkel zu ändern...die Zukunft vorzubereiten im Vertrauen auf den Herrn und die Brüder. Die Zukunft wie ich sie sehe führt über eine Wiedergründung , eine Redimensionierung und Erkennen.
Wiedergründung: Wenn die Krise des religiösen Lebens im Allgemeinen und des franziskanischen Lebens im Besonderen nicht nur oberflächlich sondern tiefgreifend ist, so kann die Lösung nicht in oberflächlichen Neuerungen sondern nur in einer echten Wiedergründung liegen.
Redimensionierung: Die Stunde hat geschlagen, uns mehr auf die „Orthopraxie“ zu konzentrieren....wir müssen handeln...wie ich die Dinge sehe führt die Redimensionierung in erster Linie über eine Wiederentdeckung der Fähigkeit mit der Welt in Beziehung zu treten, was gleichbedeutend ist mit der Wiederentdeckung der Kommunikation mit jenen, die uns umgeben, besonders jenen, die leiden, mit der Welt der Gebrochenen oder Zerbrochenen, mit jenen, zu denen wir gerufen sind den Frieden zu verkünden, der vom Herrn kommt, indem wir für Gerechtigkeit und Frieden arbeiten. (vgl. „möge euch der Herr Frieden geben“ II,2).Wir können uns nicht weiter in unseren großen oder kleinen Schlössern einsperren.
...Strukturen müssen dem Leben dienen und nicht umgekehrt. Die Redimensionierung unserer Präsenz wird es schließlich auch erfordern, den einen oder anderen Standort zu überdenken, sodass wir nahe an den Menschen sein können, indem wir unser Leben den Menschen öffnen und in die Solidarität mit den Armen eintreten. Auf diesem Wege werden wir denn evangelischen Rat der Armut wieder entdecken, den wir versprochen haben.
Erkennen: All dies erfordert von uns eine Einstellung des ständigen Erkennens anzunehmen, oder wenn man es anders ausdrücken will, einer mentalen und strukturellen Wanderschaft...“Prophetisches Zeugnis erfordert...die Praxis des spirituellen Erkennens (VC 84b) Wir müssen es persönlich und in der Gemeinschaft üben, „ die Zeichen Gottes in irdischen Realitäten zu erkennen“ (VC 68), es ist notwendig die Kunst des Erkennens zu lernen.
Presseerklärung des Generalministers am 16.06.2003
Zusammenfassung einiger der wichtigsten Punkte
(http://www.ofm.org.capgen/00/talks/talkcarbpr166it.html):
Der Minister sprach „die wachsende Kluft, die zwischen Arm und Reich entsteht, an. Die Konzentration wirtschaftlicher Macht in den Händen weniger bedeutet, dass das Allgemeinwohl in Wirklichkeit nur wenigen zugute kommt. Das Prinzip eines sich selbst regulierenden Marktes schafft einen Markt für die Minderheit.
Das 20. Jahrhundert war eines der gewalttätigsten in der Geschichte, wobei sich die Gewalt bis in die heutige Zeit fortsetzt. Der Minister betonte, dass es ein wachsendes Bewusstsein gibt, demzufolge die Gewalt beendet werden und einem Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit zwischen den Völkern Platz machen sollte. Weiters spricht er sich dafür aus, dass wir als Minderbrüder unser tiefes Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Vergebung als reale Möglichkeit in der Welt neu betonen müssen“
Der Minister lädt alle Brüder ein, den Menschen den Frieden und das Gute zu verkünden und allen Menschen ohne Unterschied der Rasse, der Sprache oder der Religion ein Abbild des Friedens und des Guten zu werden.
Er unterstrich vor der versammelten Presse einige wichtige Elemente, die im Generalkapitel zu Tage traten, ein Aufruf zur Umwandlung an alle Brüder.
Den Frieden und das Gute zu verkünden. „Wir fühlen uns gerufen, Gerechtigkeit und Frieden zu verkünden, zuerst mit unserem Leben und dann mit unseren Worten. Wir möchten mit unserem brüderlichen Leben proklamieren, dass es möglich ist zusammenzuleben und Familienbande zu schaffen, die Verschiedenheiten zu respektieren.
Er wiederholt nochmals die Notwendigkeit „nahe bei den Armen und Leidenden“ zu sein. Er erklärt, dass wir in diesem Kapitel speziell dazu aufgerufen haben, in der Welt aktiv als „Instrumente des Friedens und der Versöhnung“ zu arbeiten. Wir sind dazu aufgerufen, entlang jener Bruchlinien in der Welt präsent zu sein, wo wir den Leidenden nahe sind...Die Nachfolge Christi ist eine Herausforderung die wir annehmen möchten, unsere Augen zu öffnen und die Armut zu sehen, in all ihren Ausdrucksformen die uns umgeben. Um den Herausforderungen mit denen die Welt uns konfrontiert, gewachsen zu sein, brauchen wir „eine integrale und solide Ausbildung, .. die die menschliche, christliche sowie eine intellektuelle Ausbildung einschließt.
Abschließend bemerkt er, dass uns das neue Jahrtausend eine einmalige Gelegenheit bietet in der Welt auf eine ursprüngliche und gleichzeitig zeitgemäße Weise präsent zu sein: wie Franziskus Botschafter des Friedens und des Guten zu sein, etwas was uns ja auch Jesus bringen wollte.
Nachrichten von den Konferenzen
1. Zentraleuropäische Konferenz (MEFRA)
Europäisches Treffen von Fraternitäten im weltlichen Umfeld, Frankfurt.
Das 8. Europäische Treffen von Fraternitäten im weltlichen Umfeld fand zu Pfingsten 2003 statt. Brüder aus 4 Ländern und 7 Provinzen unseres Ordens trafen sich in Frankfurt um ihre Erfahrungen im Zusammenleben mit Randgruppen der Gesellschaft auszutauschen. Das Hauptthema des diesjährigen Treffens war die Frage inwieweit diese Lebensform integraler Bestandteil der Ausbildung sein sollte. Der Sprecher des interprovinziellen Noviziates in Deutschland, Br. Cornelius Bohl nahm daran teil. Er sprach über die Novizen, die zwischen Ostern und Pfingsten 6 Wochen in solchen Gemeinschaften mitleben. Cornelius betonte, dass diese Initiative nicht nur dazu dient die Novizen dem Lebensstil dieser Gemeinschaften näher zu bringen, sondern auch einen wesentlichen Teil zum Erkennen der jeweiligen Berufung der Novizen beiträgt.
Das nächste europäische Treffen von Gemeinschaften im weltlichen Umfeld wird zu Pfingsten 2004 in Deutschland abgehalten. Alle Brüder die daran teilnehmen möchten oder zusätzliche Informationen wünschen können an folgende Adresse schreiben: Br. Markus Heinze, O.F.M. Sigmund-Freud-Str. 111, D- 60435 Frankfurt am Main, Tel. +49 69 545297, E-mail: Markus.Heinze@franziskaner.de
Gewaltfreier Protest in Deutschland
Einige Franziskaner, begleitet von anderen Religiosen und Laien organisierten einen Gebetsdienst zum Gedenken an die Toten des Golfkrieges. Sie trafen sich ausserhalb von einem der US-Luftwaffenstützpunkte, von dem aus viele Flüge während des Golfkrieges durchgeführt wurden. Nach dem Gebet betraten 3 der Teilnehmer den Stützpunkt und wurden verhaftet. Es handelt sich um eine Mutter von 3 Kindern, einen Priester und Markus Heinz ofm. Es wurden Vorladungen zu einem Erscheinen vor Gericht ausgesprochen.
2. Westslawische Konferenz
Neue GFBS Provinzkoordinatoren: Piotr Kwoczala ofm arbeitet weiterhin als Koordinator der Konferenz. Die meisten Ordensteile haben jedoch neue GFBS Animatoren ernannt. Details erfahrt Ihr bei Piotr (kefaspiotr@op.pl). Wir heißen folgende Brüder bei der GFBS Animation willkommen: Grzegorz Bloch ofm (Provinz des Hl. Fransiskus), Gabriel Kubik ofm (Tschechische Republik) und Leslaw Zachura ofm (San Bernardino Provinz).
3. SAAO Konferenz
Ressourcen bezügl. Umwelterziehung für junge Menschen. Julie Morgan, GFBS Koordinator Australien sucht Ressourcen, die man im Gespräch mit jungen Leuten (Hauptschulalter) verwenden kann, wenn es um franziskanische Perspektiven zur Umwelt geht. Die Brüder haben eine solche Schule in Brisbane und versuchen immer mehr zu diesem Thema zu tun. Die SFO ist ebenfalls an diesem Thema interessiert. Dort hat man beschlossen, teilweise eigene Ressourcen zu produzieren, wäre aber interessiert von anderen Provinzen Material oder sinnvolle Vorschläge zu erhalten. Kontaktiert Julie unter: jpic@franciscans.org.au
4. Sub-Sahara Konferenz
Mozambique: Das Thema der ständigen Ausbildung beim Seminar für die Kustodie St. Clare wird GFBS sein. Die Brüder sind sich der vielfachen sozialen Probleme bewusst: Gewalt, Ungleichheit, extreme Armut, Epidemien inkl. HIV/AIDS und Korruption. Was sollen Franziskaner werden und was sollen sie tun, angesichts solcher Armut und Ungerechtigkeit ? Die Kustodie hat bereits 3 Zonentreffen für alle Brüder organisiert. Das GFBS Ressourcen Buch wurde für die Reflexion verwendet.
5. Italienische Konferenz
Fragebogen über GFBS GFBS Kommission der Lombardei Provinz. Die GFBS Kommission schickte den Brüdern der Provinzen sowie den Klarissinnen einen Fragebogen zu. Er hatte 2 Ziele: herauszufinden inwieweit Sensibilität und Information über GFBS gegeben sind und zweitens die Reflexion über diese Werte anzuregen. 60% der Brüder und Schwestern hat geantwortet. Die Fragen wurden vom GFBS Ressourcen Buch inspiriert und folgten den dort besprochenen Themen (3 Sektionen) und endeten mit der Bewertung der Prioritäten des Ordens für GFBS während der sechsjährigen Periode von 1997-2003. Der Fragebogen wurde 2001 erstellt, 2002 ausgeteilt und die Ergebnisse 2003 zusammengetragen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass nicht alle Fragen beantwortet oder tatsächlich von allen verstanden wurden, bieten sie mehrere Schlussfolgerungen an: viele Brüder erkannten die zentrale Bedeutung dieser Werte für das franziskanische Leben und den franziskanischen Dienst. Viele Kommentare betrafen die Ausbildung und dass GFBS nicht einigen wenigen vorbehalten sein sollte, sondern alle Brüder mit einbeziehen sollte, besonders auf lokaler Ebene. Das größte Risiko sahen einige darin, dass Vorschläge nicht in konkrete Taten umsetzbar wären. Einige fürchteten, dass ein wirkliches Engagement für GFBS sie von ihrer Identität als Religiosen entfernen könnte und andere, dass die verwendete Methodologie die Brüder mit ideologischen Bewegungen verwirren könnte. Abschließend scheint es einen wachsenden Bewusstseinswandel Richtung mehr Engagement für die Leiden und Hoffnungen der Männer und Frauen von heute zu geben. Kopien der Fragen, Antworten und Analysen der Studie erhält man bei Br. Pietro: frati.sabbioncello@libero.it oder bei Cesare Azimonti: c.azimonti@tin.it
Weitere Nachrichten
Ruhe in Frieden Joseph Sullivanl, OFM: Joe war der erste Leiter des Washingtoner GFBS Büros für Lateinamerika. Er starb am 14. Juli 2003.
Wasser zum Leben in Verteidigung unserer „Schwester Wasser“: die interkonkregationale Arbeitsgruppe über Umwelt, der Koordinator ist Francisco, hat gerade eine Broschüre in 6 Sprachen zum Thema Wasser veröffentlicht. Sie ist auch auf unserer Webseite www.orm-jpic.org/agua verfügbar und kann von dort heruntergeladen werden. Dort werden in den nächsten Wochen auch Versionen in vielen anderen Sprachen verfügbar werden. Bitte stellt diese Broschüre unseren Brüdern, Mitgliedern der franziskanischen Familie und anderen Religiosen vor. Viele Religiosen arbeiten in ihren Schulen und Gemeinden mit Laien an diesem Thema. Das Büro hat auch einige Hardcopies in verschiedenen Sprachen, die den GFBS Konferenzanimatoren zugesandt werden können, wenn sich jemand bereit erklärt die entsprechende Knochenarbeit zu übernehmen !
Vorbereitung auf das europäische GFBS Kontinentaltreffen 2004: 4 der GFBS Konferenz Koordinatoren treffe sich vom 19.-21.Sept. 2003 in Sevilla, Spanien, um das nächste Kontinentaltreffen vorzubereiten.
Broschüre über Gewaltlosigkeit: sie ist momentan in 3 Sprachen (Englisch, Spanisch und Deutsch) auf unserer Webseite verfügbar: http://www.ofm-jpic.org/peace/index.html
Sie wird bald durch eine italienische und portugiesische Ausgabe ergänzt.
Missionszentrale
(MZF) und Weltsozialforum: MZF organisiert eine
Studienreise nach Indien, die auch die Teilnahme am Weltsozialforum vom 15.Jan.- 5. Feb. 2004 einschließt. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, Arbeiten zu sehen, die von Mitgliedern der franziskanischen Familie geleistet werden. Das ganze Paket kostet € 1.900,- Weitere Informationen erhält man von Amaldas Belevendran ofm unter Amaldas@missionszentrale.de
Ethische Richtlinien für den internationalen Handel: Der Heilige Stuhl veröffentlichte in L’Osservatore Romano eine Meldung zur 5. Ministerialkonferenz der Welthandelsorganisation. Die WTO Konferenz findet in Cancun, Mexiko statt.
(http://www.zenit.org/english)
Christen und Umwelt
Anlässlich einer Ansprache vor Pfadfindern in Rom sagte Papst Johannes Paul in Bezug auf die Umwelt: „Ich möchte auf eines Eurer Ausbildungsthemen zurückkommen, das Ihr so schätzt und das betont wie wichtig es ist „den Glauben ständig durch praktische Liebe der Natur und Respekt für sie zu vertiefen“. Heute ist dies eine dringende und zwingende Aufgabe für jeden, aber für Pfadfinder war das immer so, denn ihre Motivation liegt nicht in einem vagen Gefühl für die Umwelt sondern in einem Gefühl der Verantwortung, das aus dem Glauben kommt“, sagte der Papst. „Der Schutz der Schöpfung ist wirklich ein Unterscheidungsmerkmal christlichen Engagements in der Welt“ hieß es weiter in der päpstlichen Botschaft.
Internationale Konvention über die Rechte der Wanderarbeiter und ihrer Familien: Diese Vereinbarung wurde im Juli internationales Recht. Der von der internationalen Organisation für Migranten (IOM) verfasste Weltmigrationsbericht 2003 erwähnt dass geschätzte 175 Mio. Menschen ausserhalb ihrer Geburtsländer leben. Viele wandern auf der Suche nach Bildung, besseren wirtschaftlichen Bedingungen oder auf Grund von Gewalt oder Naturkatastrophen. Abgeschnitten vom Schutz ihrer Heimatländer sind Wanderarbeiter und ihre Familien immer wieder durch die Maschen des internationalen Gesetzes gefallen. Die IOM konzentriert sich in einer Erklärung auf 3 Aspekte der Konvention. Der erste ist, dass die Konvention Wanderarbeiter nicht nur als wirtschaftliche Größen sondern als menschliche Wesen mit Familien anerkennt, die als solche grundlegende Menschenrechte haben. Die Konvention erkennt weiters klar die Realität der Ausbeutung und des Missbrauches mit denen sich viele Wanderarbeiter täglich konfrontiert sehen und stellt sie dagegen unter Schutz. Drittens ruft die Konvention die Staaten auf, in Migrationsfragen zusammenzuarbeiten und skizziert die Verantwortlichkeiten der Ursprungs- Transit- und Zielländer bezüglich Schutz der Migranten und Entwicklung einer gesunden Politik im Zusammenhang von Arbeit und Migration.
Franziskanische Zentren in Lateinamerika: Die Hill Versammlung findet in Cochabamba, Bolivien vom 4.-7 März statt. Das Thema ist: neue Tendenzen und Formen des franziskanischen Charismas in Lateinamerika. Teilnehmer sind die Koordinatoren der franziskanischen Zentren wie auch geladene Gäste. Bei einem Treffen der Koordinationsgruppe wurden die im Jahre 2001 in Santo Domingo angenommen Prioritäten inklusive einem Engagement für die GFBS Arbeit in den Zentren zu fördern, bewertet.
Lektionen einer Sozialaktivistin: Jane Addams war eine Sozialaktivistin, die in den frühen 20er Jahren in den USA lebte und die die Annehmlichkeiten einer Mittelklasse College Absolventin hinter sich ließ um in Hull House zu leben, mitten in einem von Krankheiten geplagten Einwanderungsviertel Chicagos, von dem sie entschlossen war, es in ein Bildungs- und Sozialzentrum umzuwandeln, das Stolz, Gesundheit und Schönheit ins Leben ihrer armen Nachbarn bringen sollte. Sie war inspiriert von einer „ beinahe leidenschaftlichen Hingabe an die
Werte der Demokratie“ und bekämpfte die vorherrschende Meinung, dass das Wohl von einigen privilegierten Wenigen auf der Unwissenheit und dem Opfer der Vielen aufgebaut werden kann. Gemeinschaft und Kameradschaft waren die 2 Lektionen die sie von ihren Lehrern Jesus und Abraham Lincoln ableitete. Aber Menschen, die einfacher einander halfen, konnten die Berge an Nachteilen nicht beseitigen. Mit der Zeit sah sie ein, dass private Wohltätigkeit nicht genug war. Den Armen Gerechtigkeit zu bringen würde mehr erfordern als Suppenküchen und
Spendensammlungen bei Gebetsveranstaltungen. „Soziale Verhältnisse schrieb sie, können durch bewusste und willentliche Anstrengung verändert werden. Merke- nicht individuelle Erneuerung oder die Magie des Marktes, sondern bewusste, gemeinschaftliche Anstrengung. (Auszug aus einem Artikel von Bill Moyers)
Nützliche Informationen:
Italienisches, interfranziskanisches GFBS Treffen: wird vom 24.-26. Sept. 2003 in Assisi stattfinden. Das Thema ist Gewaltlosigkeit.
Adressänderungen, Neuernennungen:
GFBS Koordinator, Westslawische Konferenz (neue Adresse): Piotr Kwoczala, ofm, ul.O.Alarda 3 46-345 Borki Wielkie, Polen, Tel. 0048 (34)359 6011 (int.-26)
Mob. 0048 608 224650 e-mail kefaspiotr@poczta.fm
Bitte schickt Eure Nachrichten, Daten über künftige GFBS Treffen, Kommentare und Vorschläge an:
Gearoid Francisco O Conaire, OFM
Via S. Maria Mediatrice 25, 00165 Rom, Italien, e-mail: pax@ofm.org; www.ofm.org
Tel: +39-06-6849-1218 Fax 1266