Kontakt Nr. 5
Juli 2002
Mitteilungsblatt des Internationalen OFM Rates für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
(herausgegeben vom GFBS Büro in Rom)
Zur Erinnerung: GFBS Kontinentaltreffen und
Internationales Ratstreffen: Diese
werden stattfinden in: Nairobi vom 16.- 21 September, Assisi vom 07.-12. Oktober und San Luis Rey, Kalifornien vom 25.-30.November.
Das Treffen des Internationalen GFBS Rates: (15 GFBS Konferenzpräsidenten) werden sich
von 1.-5. –Dez. 2002 in San Luis Rey treffen. Sie werden auch am Treffen der
GFBS Animatoren der amerikanischen Kontinente teilnehmen. Wir ersuchen folgende
Punkte zu beachten:
- stellt sicher, dass ihr ein Visum habt, falls eines
verlangt wird. Nehmt mit der Organisation Kontakt auf um eine Einladung zu
erhalten.
- bucht euren Flug schon sehr frühzeitig, speziell zum
Treffen der amerikanischen Kontinente, denn in den USA ist an diesem Tag gerade
Feiertag.
- bestätigt eure Teilnahme (beim Büro für
Internationale Ratsmitglieder in Rom)
Bereitet Berichte vor und schickt die
Konferenzfragebögen zum Ratstreffen und den Bericht über die Ausbildung und
GFBS in eurer Konferenz umgehend an das Büro in Rom.
Eine neue Web-Seite: Das GFBS Büro hat eine zusätzliche Web Seite
eingerichtet, um das gesamte Ausbildungsmaterial an einem Ort zusammenzufassen. Man findet dort das GFBS
Handbuch, das Vossenack Buch, Texte über den Klimawandel, Links zu GFBS Seiten
und schließlich auch noch den Zugang zum Netzwerk für dringende Aktionen und
Texte über franziskanische Gewaltlosigkeit, Jim McIntosh ofm half diese Seite
einzurichten und wird sie weiter auf dem neuesten Stand halten. Die Adresse
lautet: www.ofm-jpic.org
Vorschläge für das Generalkapitel: Jeder Bruder kann Vorschläge ans
Generalkapitel machen (GG, SS 125#29). Er kann dies durch den Provinzial, die
Konferenz, den Generalminister machen oder den Vorschlag direkt dem Sekretär
des Kapitels (Br. Francesco Patton ofm, segrcapitolo@ofm.org
) unterbreiten. Die Vorschläge müssen vor Ende Oktober 2002 eingebracht werden.
Franziskaner International und die
Menschenrechtskommission
Von 18. März – 26. April arbeiteten 35 Brüder und
Schwestern in der
Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen mit und brachten ihre
Arbeit mit den Armen und für die
Armen vor dieses höchste Menschenrechtsforum in der Welt. Jedes Jahr um diese Zeit nimmt FI franziskanische
Männer und Frauen zusammen mit Dominikanern von der Partnerorganisation
Dominikaner für Gerechtigkeit und Frieden in Genua auf, um für die Armen
einzutreten, sie in Menschenrechten auszubilden und konstruktive Dialoge mit
der internationalen Gemeinschaft zu erleichtern.
Dieses Jahr kamen Franziskaner aus Kolumbien,
Pakistan, Papua (Indonesien) Togo und anderen Ländern und brachten viele
Fragen, die in ihren
Gemeinschaften, an der Basis von kritischer Bedeutung sind, der internationalen
Gemeinschaft zur Kenntnis.
Br. Philip Hira ofm, Vorsitzender der Kommission für
Frieden und Gerechtigkeit (Diözese Hyderabad) brachte die Frage der für
Christen diskriminierenden Blasphemiegesezte der versammelten Gruppe von
interessierten Diplomaten zu Kenntnis.
Br. Theo van den Broek ofm, Vorsitzender des Büros für
Gerechtigkeit und Frieden (Diezöse Jayapura) sensibilisierte das Bewußtsein
bezüglich Menschenrechtsverletzungen in Papua, Indonesien durch folgende
Aktivitäten: Abgabe einer Erklärung vor der Kommission, Aufbau von Kontakten
unter der NGO Gemeinschaft, Interview an Radio Vatikan welches über den
englischsprachigen Dienst weltweit ausgestrahlt wurde, Teilnahme an Seminaren
und Diskussionen am runden Tisch zu dieser Frage, Treffen mit zahlreichen
interessierten Diplomaten wie auch mit dem indonesischen Botschafter bei der
UNO in Genf.
Br. Joseph Legonou OFM, Pfarrer der Kirche von Saint
Antoine de Padoue de Lomé (Togo) arbeitete unermüdlich um die Frage der zur
Arbeit im Haushalt gezwungenen
Mädchen und Frauen in Westafrika
vor die Kommission zu bringen. Er präsentierte eine Erklärung und traf
sich mit Diplomaten und anderen besorgten Parteien.
Frau Linde Backiel und Hr. Carlos Ventura vertraten
die franziskanischen und dominikanischen Familien von Puerto Rico auf Geheiss
von Br. Dario Carrero OFM, Vizeprovinzial und seines dominikanischen Gegenparts,
Br. Mario Rodriguez OP, um ein Ende der von der US Marine durchgeführten
Waffentests auf der bewohnten Insel Vieques zu verlangen. Sie trafen sich
mit besorgten Diplomaten aus
Lateinamerika und Europa, veranstalteten eine gut besuchte einstündige
Podiumsdiskussion bei der UNO zu diesem Thema und gaben schweizer
Zeitungen und dem schweizer
Fernsehen Interviews.
Für weitere Informationen über die Arbeit von FI,
Genf und der UN Menschenrechstkommission schreibt bitte an: Christopher
Duckett, Franciscans Internatinal, 37-39 rue de Vermont, Case Postale 104,
CH-1211 Geneva 20, Switzerland. Man kann ihn auch unter duckett@fiop.org erreichen.
Nachrichten von den Konferenzen
1. Sub Sahara Konferenz
GFBS Seminare in Mocambique: Teddy Lennon, GFBS
Konferenzanimator von Südafrika und Francisco vom GFBS Büro
in Rom besuchten die Kustodie Klara v. Assisi in Mocambique vom 27. – 31
Mai 2002. Sie trafen sich mit allen Brüdern in der Anfangsausbildung, ihren
Ausbildnern und anderen Brüdern in der Nähe jener 4 Häuser, wo die Seminare
stattfanden. Die Kustodie enschied sich für die Schaffung einer GFBS Kommission
bei ihrem Kapitel im Jahre 2001,
wobei 4 Brüder ernannt wurden, unter ihnen Gabriel Gutierrez Ofm (muposi@yahoo.com ) als Koordinator. Die 2
Hauptziele des Seminars waren: a) das Vorlegen einer franziskanischen
Vision über die Bedeutung der GFBS
Arbeit im Kontext des Ordens mit speziellem Bezug auf Ausbildung, Evangelisation
und lokale Bruderschaft, b) Entwicklung eines GFBS Projektes der Kustodie zu
gunsten der Armen. Die
4 Seminare fanden statt in: St. Bonaventures, im Ausbildungshaus Maputo, in
Jangamo, im Noviziat, in Chimoio,
im Studienhaus für 40 Aspiranten und Mancia, einer Pfarre an der Grenze zu
Zimbabwe. Die Entfernung zwischen diesen Häusern beträgt 1200 km. Die Reise erfolgte mit dem Auto entlang der
Hauptstraße, die momentan in großem Umfang saniert wird, nachdem das Land im
Jahre 2001 von schlimmen Überschwemmungen heimgesucht worden war. Die
Vegetation in einem der ärmsten Länder südlich der Sahara, das von 25 Jahren
Bürgerkrieg verwüstet ist, ist vielfältig und extensiv. Eine der größten Herausforderungen für
die GFBS Kommission besteht darin, den Brüdern zu helfen, ihre Augen zu öffnen,
damit sie die Zeichen der Zeit erkennen, ein
liebendes Herz entwickeln und
die Fähigkeit bekommen ihre
Hände zu öffnen um den
Armen zu dienen. Dies ist eine Umschreibung dessen, was Paul VI 1967 als die
gewünschte Rolle der päpstlichen GFBS Kommission bezeichnete. Das GFBS Büro in
Rom hat folgende didaktischen Materialien zur Verfügung gestellt: das GFBS
Handbuch, ein Buch mit Reden aus Vossenack und eine Vielzahl anderer
Informationen, die bei der anfänglichen und ständigen Ausbildung der
verschiedenen Ordensteile helfen sollen. Teddy Lennon berichtete über den
erfolgreichen Einsatz des GFBS Handbuches in einer Reihe von Seminaren in
Südafrika, um die Vision von GFBS als integralem Bestandteil von Leben und
Dienst des Ordens mehr Realität werden zu lassen. Brüder, die in Frieden und
Gerechtigkeit und in Harmonie mit der Schöpfung in ihren Bruderschaften leben
und gleichzeitig diese Werte in ihren apostolischen Diensten fördern. Die
Fragen, die als Ergebnis der Reflexion gestellt wurden, wurden auf
verschiedenen Ebenen der Provinz inkl. dem Provinzdefinitorium aufgegriffen.
2. Zentraleuropäische Konferenz (MEFRA)
GFBS Förderung in Ungarn: Markus Heinze ofm, GFBS Koordinator für die
zentraleuropäische Konferenz besuchte vom 8.-13. Juni zusammen mit Francisco vom GBFS Büro in Rom die Provinz vom
Hl. Johannes Kapistran in Ungarn. Eines der Ziele war der Versuch, die
ungarischen Provinzen zu einer Beteiligung an der GFBS Konferenzkommission und
am europäischen Kontinentaltreffen,
das im Oktober 2002 in Assisi abgehalten wird zu ermutigen. Ein anderes Ziel
des Besuchs war es, den Brüdern zuzuhorchen und ihre jüngste Geschichte unter
dem Kommunismus und die Entwicklungen seither zu verstehen. Die Brüder
organisierten ein Treffen mit einem Parlamentarier der konservativen Partei.
Wie die Besucher erfuhren, ist die Situation komplex und einige historische
Bewegungen, die mit der kommunistischen Partei in Verbindung gebracht werden,
wie z.B. die sogenannten „Friedenspriester“, haben zu einer gewissen Skepsis
mancher Brüder geführt, sich auf irgend etwas einzulassen, das solche
Assoziationen auslöst, wie z.B. GFBS. Die Regierung benützte diese Priester als
Kollaborateure. Die Geschichte Ungarns ist auch ein Faktor, der berücksichtigt werden
muss. Das Land wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeteilt, und ethnische Ungarn leben in Rumänien
(Transsylvanien ist flächenmässig größer als Ungarn) Serbien u. der Ukraine.
Vor kurzem gewann die sozialistische Partei die Parlamentswahlen und löste die
Konservativen ab. Für viele Brüder und Kirchenmitglieder war es ein Schock,
dass frühere kommunistische Funktionäre nun als Reformsozialisten wieder die
Geschicke des Landes leiten. Die Brüder werteten dies als Alarmsignal für die
Franziskaner und für die ganze Kirche.
Bis zu welchem Ausmaß sind Christen tatsächlich bereit oder ausgebildet,
die Zeichen der Zeit zu erkennen, ihr Glaubensengagement in Fragen des Lebens,
der Politik und der Wirtschaft einzubringen, und aus den Mauern der Kirche
hinauszutreten, hin zu einem Engagement, das alle Gesellschaftsschichten
evangelisiert?
Markus und Francisco trafen
sich mit Studenten in Szeged, die die einfache Profess abgelegt hatten. Hier
studieren Leute aus 3 ethnischen ungarischen Provinzen Philosophie. Sie
interessierten sich für die Förderung von GFBS im Orden und besonders für die
GFBS Arbeit in Frankfurt, wo
Markus lebt. Einige boten an, die
Broschüre über den Klimawandel in ihren Sommerferien ins Ungarische zu
übersetzen. Die jungen Brüder betreiben eine Suppenküche für die Armen. Obwohl
die Arbeitslosenquote in Ungarn
niedrig ist, und es nur wenige Einwanderer gibt, die es vorziehen nach
Westeuropa weiterzureisen, gibt es viel Bedürftige, die von dieser caritativen
Einrichtung profitieren.
Ein weiteres Treffen wurde in Budapest organisiert. Es
nahmen daran 5 Brüder teil, darunter der Provinzial. Es gab eine lebhafte
Diskussion bezüglich der
Herausforderungen, denen sich der Orden momentan in Ungarn stellen muss und
auch über die Frage, wie GFBS in dieses Szenario passt. Der Provinzial Jacab
Varnai ofm glaubt, dass die neue Diktatur
im Konsum besteht, der fälschlich als Freiheit präsentiert wird wobei
die Menschen dagegen wenig oder gar keinen Widerstand leisten. Die Rolle der
Kirche besteht darin, ein
kritisches Bewusstsein zu schaffen, Gemeinschaft aufzubauen und das eigene
Identitätsgefühl der Menschen zu stärken. Die Kirche muss aus den Gräben
hervortreten. Das Evangelium muss auf eine Weise gepredigt und gelebt werden,
die die sozialen Konsequenzen klar werden lässt. GFBS muss in einer Sprache erklärt werden, die der
ungarischen Kultur entspricht. Unter den Brüdern scheint es einen entschiedenen
Widerstand gegen die Globalisierung
und ihre ausgesprochen negativen Konsequenzen zu geben. Es ist zu
hoffen, dass die Verbindungen zwischen den ungarischen Brüdern und der GFBS
Kommission enger werden, und dass der Besuch dazu beiträgt, einige negative
Vorurteile zu überwinden.
Francisco sollte die Brüder in Transsylvanien
besuchen, erkrankte jedoch an Malaria, die er sich in Mozambique geholt hatte.
Er war im Spital und ist nun auf dem Weg zur vollständigen Genesung. Anmerkung: An Malaria sterben weltweit zwischen 1 und
3 Millionen Menschen pro Jahr.
Gemeinsames interkongregationales GFBS Seminar für Novizen:
Im Juni trafen sich Novizen verschiedener
Kongregationen aus ganz
Deutschland zu einem gemeinsamen Ausbildungsprogramm. Markus Heinze ofm hielt
eine Rede zum Thema Armut mit Betonung auf der sozialen und prophetischen
Dimension des Gelübdes.
3. Italienische Konferenz (COMPI)
GFBS Treffen der franziskanischen Familie in
Assisi: Vom 4.-6. Juni
2002 trafen sich die GFBS Kommissionen der männlichen Orden der
franziskanischen Familie zu ihrer
jährlichen gemeinsamen Ausbildungstagung mit dem Thema „Hin zu einer Schöpfungsspiritualität: biblische
und franziskanische Ansätze“. Die italienische GFBS Kommission sprach sich für eine besondere Beachtung ökologischer Initiativen und Studien im Laufe der nächsten 3
Jahre aus. Francisco O’Conaire und sein Gegenpart von OFM Conv nahmen zusammen
mit einem Vertreter von OFM Cap daran teil. Die wissenschaftlichen Aspekte des
Themas werden beim nächsten Treffen behandelt werden und der 2. Sonntag im
September wird der Bewahrung der Schöpfung gewidmet. Francisco stellte eine vor
kurzem veröffentlichte Broschüre mit dem Titel vor: „Ein Problem für
Religiosen von heute:
globale Erwärmung und Klimawandel“
4. Südamerikanische Konferenz
GFBS Kommissionstreffen: Die GFBS Koordinatoren der Ordensteile der
Südamerikanischen Konferenz trafen sich vom 3.-5. Mai 2002 in Quito, Ecuador.
Br. Luis Cabrera ofm, Präsident der Konferenz der Ministerialprovinziale,
Verbindungsperson mit der Kommission, sprach die offizielle Begrüßung an die
Mitglieder. Er stellte fest, dass unter den Brüdern das Bewusstsein für GFBS
gestiegen ist und durch ausführliche Dokumentationen, besonders durch „Ratio Studiorum“ und „Ratio
Formationis“ gefördert wird. Die
Ministerialprovinziale stimmten bei ihrem diesjährigen Treffen in Cochabamba
den Statuten der Kommission zu. Jeder Ordensteil legte einen Bericht über die
Situation in seinem Land und über Anstrengungen zu Förderung von GFBS Werten
vor. Die Tatsache, dass das amerikanische Kontinentaltreffen nicht in einem
Land der südamerikanischen Konferenz stattfinden sollte, führte zu
Unzufriedenheit, und man suchte nach einer Klärung der Frage, warum dieses
Treffen in den USA stattfinden sollte. Fernando Figueredo und Carmelo Galdos
wurde die Erstellung eines Arbeitsdokumentes übertragen, das den Einbau von
GFBS in die verschiedenen Stufen der Anfangsausbildung behandeln soll (Kopien
dieses Dokumentes sind bei Fernando/Carmelo und beim GFBS Büro in Rom erhältlich.) Zwei Hauptfehler der Kommission bestehen
in schlechter Kommunikation
zwischen den Kommissionsmitgliedern und in der mangelnden Unterstützung
der kolumbianischen Brüder. Br. Gerardo Moore, Definitor für Lateinamerika traf
sich mit der Kommission und tauschte mit ihr Ideen aus; er ermutigte sie,
diesen wichtigen Dienst weiterzuführen. Sie schlugen folgende Ideen für die
Arbeit in den Jahren 2002-03 vor:
a) sicherstellen, dass lokale Gemeinschaften einen
GFBS Animator haben, b) am Septembertreffen der Provinziale teilnehmen, um
gemeinsam mit ihnen über GFBS in der Anfangsausbildung nachzudenken, c)
Veröffentlichungen in den Provinzen dazu nützen, die Brüder zu informieren und
auszubilden, d) die Brüder im Hl Land weiterhin unterstützen, e) eine
interprovinzielle Bruderschaft in Sucumbios, Ecuador aufzubauen, um mit den
Menschen zu arbeiten, die von der kolumbianischen Guerilla vertrieben wurden,
zu einer internationalen Bruderschaft aufzurufen die für die Umwelt auf den
Galapagos Inseln eintritt, g) das Nachdenken über Themen wie Wasser oder
Genmanipulation zu fördern.
Die GFBS Kommission der Santa Fe Provinz machten
einen Vorschlag an das Provinzkapitel: Jede lokale Gemeinschaft hat einen GFBS Animator. Ende April trafen sich alle um ihre
Arbeit zu bewerten und Vorschläge auszuarbeiten, die Ende Juni dem
Provinzkapitel vorgelegt werden.
Kolumbien unterstützt die Brüder im Hl. Land. Br. Mario Torro ofm, Provinzialminister
der St. Pauls Provinz, Kolumbien informierte das Büro, dass sie geholfen
hatten, einen Brief an die israelische Botschaft zu senden, der von 280 Religiosen, sowohl Männern als auch
Frauen, die meisten davon Provinzsuperioren ihrer Kongregation auf ihrer jährlichen Tagung
unterschrieben worden war. Es wurden auch Gebetsdienste organisiert. Eine
ähnliche Anstrengung wurde auch auf der Tagung der franziskanischen Familie unternommen.
5. Englischsprachige Provinz (ESC)
Prozess gegen die Brüder, welche gegen die „School
of the Americas“ protestierten. 2 OFM Brüder drohen bis zu 6 Monate Haft in US Bundesgefängnissen und
eine Geldstrafe von USD 5.000, weil sie an einer gewaltfreien Aktion an der
„School of the Americas“ (jetzt als Amerikas Institut für
Sicherheitskooperation in der westlichen Hemisphäre“ bezeichnet) in Ft.
Benning, Georgia teilgenommen hatten. Louie Vitale kommt aus der St. Barbara
Provinz und Jerry Zawada stammt aus der Assumption Provinz. Informationen
findet man auf der SOA Watch Webside www.soaw.org,
wobei man auch auf die rechte untere Ecke mit dem Titel „SOA 43“ klicken
sollte. Anfang Juli wurde die Anklage gegen 6 der 43 Angeklagten fallen
gelassen. Die anderen 37 stehen immer noch in Columbus, Georgia vor Gericht.
Der Prozess wird vermutlich eine Woche dauern und hat am Montag, 8. Juli
begonnen.
Mark Schroeder ofm, GFBS Koordinator der St. Barbara
Provinz wird während des Prozesse in Columbus sein.
6. Konferenz für Mexiko, Zentralamerika und die Karibik
Umwelt Marsch: Die GFBS Kommission der franziskanischen Familie, El
Salvador organisierte am 8. Juni 2002 einen Marsch anlässlich des
Internationalen Umwelttages. Damit sollte das Unbehagen angesichts der
fortschreitenden Zerstörung der Umwelt auf farbige und expressive Weise
Ausdruck verliehen werden. Die Teilnehmer wiesen auch auf spezielle Probleme
der Stadt hin, im besonderen auf eine geplante Ringstrasse und eine Müllverbrennungsanlage.
Was ereignet sich in den verschiedenen Provinzen
der Konferenz ?
1. Vizeprovinz San Felipe: ein neuer GFBS Animator wurde anstelle von
Gabriel Romero ernannt. Sein Same ist Daniel T. Noriega ofm, er wurde gerade
zum Priester in der Diözese San Cristobal de las Casas, Chiapas bestellt.
Möglicherweise kann er die GFBS Animation nicht übernehmen. Die Provinz leidet
unter Personalknappheit. Sie haben 15 Häuser und sind 35, die die feierliche
Profess abgelegt haben. 20 geweihte Seelsorger und 15 Laienbrüder. Die meisten arbeiten in armen Indio
Pfarreien. Die meisten ihrer Pfarreien haben Menschenrechtskommissionen und
Umweltschulen. Francisco besuchte eine der Menschenrechtskommissionen in
Tapilula, während er an der Konferenztagung teilnahm. Die Provinz betreibt auch
ein Heim für Aids Opfer. Sie engagiert sich für Migranten und arbeitet eng mit
der Diözese in Tenosique zusammen.
Es wird hervorragende GFBS Arbeit geleistet. Sie muss
jedoch besser koordiniert werden. Es wurden regelmäßig GFBS Seminare
abgehalten, und sie glauben, dass diese Werte verstanden und akzeptiert werden.
2. Unsere liebe Frau von Guadalupe – Zentralamerika
Die Existenz zweier GFBS Büros in der Provinz, in El Salvador
und Guatemala, gibt der Kommission, die in den letzten 3 Jahren einen
ziemlichen Personalwechsel hatte, Stabilität. Beide Büros werden zusammen mit
Mitgliedern der franziskanischen Familie geführt. Die wichtigste GFBS
Initiative in diesem Jahr war eine Reihe von Seminaren, in jedem der Länder die
zur Provinz gehören, inklusive Haiti – eine Entscheidung die vom Provinzkapitel
im Jahre 99 (vergleiche Kontakt 3) getroffen wurde. Die Hälfte der 250
Mitglieder nahm daran teil.
3. Hl. Evangelium D.F. Die wichtigste Methode der internen Animation war die
Verbreitung des GFBS Handbuches und der Vossenack Materialien, wie auch die
Veröffentlichung einer Erklärung alle 2 Monate. In diesem Bulletin wurden viele
Vorträge aus Vossenack veröffentlicht.
Zusammen mit der Evangelisierungskommission wurden Anstrengungen
unternommen, GFBS in die Planung der Pfarreien einzubeziehen. Der Plenarrat
unterstützte 2001 einen Antrag, demzufolge Ökologie als eine Priorität in der
Provinz anzusehen wäre. GFBS Koordinator Alejandro Castillo wurde als Mitglied der bischöflichen Sozial- und Pastoralkommission und der
Kommission der franziskanischen Familie von den Bischöfen ersucht, die
Umweltausbildung in der
mexikanischen Kirche zu fördern. Sie starteten mit 4. Oktober eine Kampagne zur
Verteilung von Informations- und
Ausbildungsmaterial an alle Diözesen.
4. St. Peter und Paul- Jalisco: Das Treffen in Vossenack war entscheidend
für Oscar Viallobus ofm, GFBS Animator seiner Provinz. Es half ihm, zum ersten
Mal die Rolle eines Animators und die Bedeutung von GFBS Werten zu verstehen.
Es gibt immer noch viel Widerstand gegen GFBS in der Provinz. Er hat Seminare
für Brüder in der Anfangsausbildung abgehalten und engagiert sich persönlich in
einer Kampagne zur Schließung vieler Bars und Nachtclubs in der Nähe der
Basilika Zapopan, der viertwichtigsten in Mexiko.
7. Konferenz für Spanien und Portugal (CONFRES)
GFBS Kommissionstagung: die Tagung wurde am 8. Juni in Madrid abgehalten. An
jeden Delegierten wurde Material für die Feier des „Geistes von Assisi“ zur
Verwendung in den Provinzen ausgegeben. Jose Luca, Konferenzkoordinator legte
ein Dokument zur Ausbildung vor, das von der Gruppe angenommen wurde. Für seine
Veröffentlichung wird eine
Finanzierung gesucht. Nach jetzigem Stand werden 6 Delegierte am
Kontinentaltreffen in Assisi teilnehmen. Die von der Konferenz erwarteten
Verantwortungsberteiche werden
diskutiert und Aufgaben unter den Mitgliedern verteilt. Das nächste
interfranziskanische GFBS Kommissionstreffen wird am 22/23. Feb. 2003
stattfinden.
Weitere Nachrichten
UNO ruft zu einer internationalen Friedenswache auf. Die Absicht der Resolution besteht darin,
die ganze Welt zur Einhaltung eines vollen Tages des weltweiten
Waffenstillstandes und der Gewaltlosigkeit zu bewegen. Alle Völker und Organisationen sind eingeladen,
den Tag auf geeignete Weise zu begehen. FI, die Förderer von GFBS in Rom und
die GFBS Kommission der franziskanischen Familie haben dazu aufgerufen, durch
eine 24-stündige Gebetswache oder durch andere spirituelle Aktivitäten, den
Frieden zu fördern und gewalttätige Konflikte zu vermeiden. Jede Gruppe, die
sich daran beteiligen möchte kann dies unter www.idpvigil.com
tun.
G7-Ankündigung eines Schuldenerlasses nur
„Neuauflage alter Almosen“ Die
G7 Führer haben eine Hilfe in Höhe von USD 1 Mrd an die schwer verschuldeten
Länder (HIPC) zugesichert. Dies ist jedoch nur ein Teil der Versprechungen, die
bereits im Vorjahr gemacht wurden. Der große Gewinner ist Russland, das USD 20
Mrd dafür erhält, dass es seine Atomsprengköpfe sicher macht und dem Zugriff
von Terroristen entzieht. Man vergleiche dies mit den Subventionen in Höhe von
USD 51 Mrd, die die US Farmer in den nächsten 6 Jahren von der Regierung
erhalten. Dies senkt die Preise für das in den USA geerntete Getreide, mit
verheerenden Auswirkungen für die gleichen Getreideernten in den ärmeren
Ländern. Die Ironie und Tragödie besteht darin, dass dieser Protektionismus die
Exportmärkte der ärmeren Länder bekämpft, die dann unfähig sind, Devisen zur
Bezahlung ihrer ungerechten Schulden zu erwirtschaften. Wo bleiben hier die
Einschätzungen der Weltbank ? Sie besagen, dass zwischen USD 40 und 60 Mrd
benötigt werden, um auf die für die UN Entwicklungshilfefonds notwendigen
Beträge zu kommen.
Agostinho Diekmann geht nach Berlin. Nach dem plötzlichen Tod eines 38-jährigen
Bruders in der Provinz Sachsen hat das Provinzialdefinitorium die Provinz
Bacabal, Brasilien ersucht, Agosthino (agojo@gmx.de
) für 3 Jahre freizustellen, damit er als Koordinator in ihrem Sekretariat für
Missionierung und Evangelisation tätig sein kann. Er wohnt seit Juni 2002 in
Berlin. Wir wünschen ihm in seinem neuen Dienst viel Segen.
GFBS- franziskanische Familie, Mexiko
Die GFBS Kommission der franziskanischen Familie traf
sich im April in Mexiko City und weihte das neue Büro ein. Dies ist der 3.
Umzug in 2 Jahren, da
franziskanische Häuser nicht gewillt sind, Raum zur Verfügung zu stellen. Ihre
neue Adresse steht am Ende von Kontakt 4. Das eintägige Treffen begann mit
einer Präsentation der ökologischen Realiltät Mexikos. Dies ist die Hauptpriorität der Kommission. Einige
Kommissionsmitglieder arbeiten ja auch für die Bischofskonferenz in dieser
Frage. Die Kommission ruft die
Provinzen auf, einige ihrer Besitzungen zu ökologischen Gebieten zu erklären.
Dies sind meist Rückzugsgebiete
Eremitagen. Die Idee dahinter ist die Förderung des ökologischen
Bewusstseins und die Schaffung von Raum für Menschen, damit sie der Natur näher
kommen können. Die Kommission organisierte ein Seminar über Ökologie als Teil
eines einer Serie von ständigen Ausbildungsprogrammen im Mai/Juni 2002 über die
Zusammenarbeit und die Schaffung öffentlicher Strategien zu Verteidigung der
Umwelt. Verschiedene führende
Umweltexperten stellten ihre Ideen vor. Alle Mitglieder der Familie sind
offen eingeladen sich zu beteiligen.
Die Kommission erhielt auch Gelegenheit ihre Arbeit
beim Treffen der Führung der franziskanischen Familie im April vorzustellen.
Ein Viertel der Arten vor der Ausrottung: Ein Viertel der Arten auf der Welt könnte
nach einer kürzlich präsentierten UN Studie bis 2030 ausgerottet sein. Weiters
sind 1200 Vogelarten bedroht.
Betrachtungen zum Terrorismus: Währen der letzten 6 Jahre kamen weltweit
25.000 Menschen durch terroristische Akte ums Leben. Während der gleichen Zeit
starben 52 Millionen Menschen an vermeidbarem Hunger, ca. 24.000 pro Tag. Der
Antiterrorismus hat auch den Antikommunismus als Erklärung für US Militärhilfe,
Waffen und Militärhilfe im 21. Jahrhundert, abgelöst.
www.fpif.org/briefs/vol7/v7n04post911.html
Kritik an der amerikanischen Militärpräsenz auf
Vieques wurde in Genf geübt.
Eine Kritik an den Zuständen, die in Puerto Rico durch die amerikanische
Militärpräsenz verursacht werden, wurden der UN Kommission für Menschenrechte
in Genf überreicht und wurde von
den internationalen humanitären Organisationen der Franziskaner (Minderbrüder)
und der Dominikaner unterstützt.
Die Militärpräsenz führt zu einer ernsthaften
Schädigung der Umwelt, sie verursacht eine fortschreitende Zerstörung und
Vernichtung der natürlichen Standorte mit negativen Konsequenzen für die
natürlichen Aktivitäten und einem erheblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit
unter den Fischerfamilien.
Die Insel
wird als Basis für 10.000 Menschen, sowohl Soldaten als auch ziviles Personal
genützt. 60 Jahre Militärpräsenz haben zu einem Anstieg von
Atemwegserkrankungen und Herzerkrankungen geführt; diese sind 27% häufiger als
bei der übrigen Bevölkerung Puerto Ricos.
Lobbies für sich nützen: Mathias Doyle ofm, N.Y. arbeitete diese
Jahr im Büro eines US Kongressabgeordneten einen Monat lang mit, um ein
besseres Verständnis der Regierung zu gewinnen. Mathias arbeitet als Leiter des
Zentrums für soziale Gerechtigkeit und war früher Präsident und Professor für
Politikwissenschaft an der St. Bonaventura Universität.
GFBS und Ausbildung: Die interkongregationalen Förderer von GFBS in Rom
organisierten eine offene Sitzung über GFBS und dem Prozess der
Anfangsausbildung. Es wurden eine Reihe von Beiträgen vorgebracht und die Kopien der Gespräche sind in
Englisch beim GFBS Büro erhältlich. Jose Carballo wolle daran teilnehmen, war
aber durch andere Verpflichtungen verhindert. Er erhielt eine Kopie der
Gespräche.
Franziskanische Schöpfungs-Aktionsteams: Russel Testa, GFBS Fulltime Laienanimator
der Heilignamenprovinz erklärt den Zweck der Schöpfungs-Aktionsteams. Sie
werden helfen, einen Dreijahresplan zum Erlernen der franziskanischen Thelogie,
zum Leben in einer umweltverträglichen Weise und zum Lobbying für die Umwelt zu
erstellen. Es wird notwendig sein, jemanden einzustellen, der diese Teams
schafft. Sie hoffen am 1. August 2002 beginnen zu können. Sie brauchen USD 285,000.
Russel ersuchte die Kommission das Bewusstsein dafür in Nordamerika, zumindest
in den USA zu fördern.
Nützliche Informationen:
Nützliche Webseiten:
-
Leitfaden für
die Konferenz über eine nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, August 2002.
Ausführliche Analysen in verschiedene Sprachen: www.joburgmemo.org
Mitglieder der Südamerikanischen Kommission:
- Bolivien: Carmelo Galdos,
galdoscarmelo@hotmail.com; Peru: Jesus Arana, ofmlamerced@terra.con (Prov. San Francisco
Solano), Emilio Carpio Ponce, 12apoczc@juan23.edu.pe
(Prov. der 12 Apostel), Kolubien: Fernando Figueredo, berleru@tutopia.com (Prov. San Pablo),
Joaquin Echeverry, colpioxII@telesat.com.co
(Prov. Santa Fe), Ecuador: Luis Cabrera, luigch10@hotmail.com
(Präsident der Konferenz), Luis Fernando Baraona (Venezuela: Kustodie der
Immaculata, franciscanos@cantv.net.ve
, Peru: Kustodie San Jose del Amazonas, Kustodie Santissimo Nombre de Jesus, custsnj@cpi.udep.edu.pe
- Reu Galoy ofm,
früherer GFBS Koordinator der philippinischen Provinz: rigaloy@compass.com.ph
Neue GFBS
Animatoren:
- Sr. Donna Graham,
OSF, sjbjpic@franciscan.org wurde
zur GFBS Animatorin der Johannes der Täufer Provinz, USA ernannt. Sie ersetzt
Harry Beck Ofm, hbeckofm@juno.com der
ein Sabbat Jahr genommen hat. Danke Harry für all deine Arbeit.
Konferenz und Provinz GFBS
Veröffentlichungen
Bitte teilt uns eure
Publikationen mit und wie sie zugänglich sind.
- franziskanische
Familie el Salvador. „Alverna“ wird 2-3 mal jährlich in Spanisch veröffentlicht.
Kontaktiert die folgende Adresse, um auf ihre Mailingliste zu kommen:
Ihre Web Seite: http://www.justiciaaypazfranciscana.org.sv/
- Zentraleuropa:
Tauwerk wird 4-5 mal jährlich in Deutsch veröffentlicht und bietet Informationen über GFBS
Arbeit in der Konferenz. Kontaktiert Markus Heinze um die Mailingliste zu
kommen: Markus.Heinze@t-online.de
- Franziskaner
International Kurznachrichten: FI Genf schickt Neuigkeiten über Aktivitäten in
der UNO. Um auf ihre Mailingliste zu kommen kontaktiert Kristin unter: Kristin@fiop.org
Neuigkeiten, Daten von
Treffen, Kommentare und Vorschläge sendet bitte an:
G. Francisco O Conaire OFM
OFM JPIC office
Via S. Maria Mediatrice 25
00165 Rom, Italien
+39-066-8491-218
fax +39-066-8491-266