Mitteilungsblatt des Internationalen OFM Rates für
Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
(herausgegeben vom GFBS Büro in Rom)
Werden die Animatoren müde von der Kritik ? Erinnert euch an folgenden Ausspruch: „Hunde beißen dich nur, wenn du gehst „(Don Quiote)
Auszeichnung für das GFBS Büro in Rom: Das GFBS Büro wird im Juni 2002 mit einem Preis für seine Arbeit im Zusammenhang mit der Förderung des Umweltbewusstseins in der Toskana/Italien durch bekannte Organisationen ausgezeichnet. Die Auszeichnung, die als „goldener Tropfen der Solidarität“ bekannt ist, wird von der Idee inspiriert, dass jeder Beitrag hilft, eine Gesellschaft brüderlicher und sozialer werden zu lassen. Der Preis wird jedes Jahr an Menschen und Gruppen vergeben, die sich durch ihre guten Werke auszeichnen. Der diesjährige Preis ist dem Thema „Solidarität mit der Schöpfung“ gewidmet und wurde von einem der Hirtenbriefe von Papst Johannes Paul inspiriert.
Die päpstliche Kommission für Gerechtigkeit und Frieden gab die Empfehlung ab, dass die Franziskanische Bewegung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung bei der Verleihung des Preises berücksichtigt werden sollte.
Material über den Klimawandel ist im Internet als Word Dokument oder pdf Datei erhältlich unter: www.Jim.McIntosh.org/globalwarming
Folgende Übersetzungen sind erhältlich: Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Baskisch, Kroatisch, Polnisch. An Übersetzungen in weitere Sprachen wird gearbeitet; diese werden dann ebenfalls ins Netz gestellt werden. (Koreanisch, Japanisch, Kantonesisch, Irisch, Holländisch und Indonesisch). Wir hoffen, dass in den kommenden Wochen der Text sowohl in Broschürenformat als auch als pdf Datei in Englisch und Spanisch zur Verfügung stehen wird. Das GFBS Büro in Rom kann an jene, die es wünschen eine Datei versenden. Bitte verteilt diesen Text an die Brüder in den lokalen Gemeinschaften, damit sie sich Gedanken machen können.
Belagerung der Geburtskirche vorüber:
Jubel in der franziskanischen Welt über den guten Ausgang der Belagerung der Geburtskirche. Der Generalminister begrüßte die Brüder persönlich, als nach 40 Tagen ihre Internierung beendet war. Bruder Giacomo erstattete der Generalkurie Bericht über das Geschehene. Darunter waren einige interessante Kommentare, die wir hier zusammenfassen wollen.
F Die Tatsache, dass die Franziskaner in der Kirche blieben (30 Brüder am Anfang, 23 am Ende, sowie 6 Schwestern) verhinderte wahrscheinlich die Tötung von mehr Menschen und die Zerstörung von Eigentum. Man braucht sich nur zu erinnern was in Jenin geschah. Bethlehem wurde zwar stark beschädigt, aber es steht noch.
F Bethlehem hat eine Bevölkerung von 30 000 bis 40 000 Menschen, die während der 40 Tage so gut wie Gefangene waren, bis auf eine begrenzte Zeit , die zur Beschaffung von Grundnahrungsmitteln eingeräumt wurde.
F Am Tag vor dem Beginn der Belagerung wurden die Brüder durch dir göttliche Vorsehung inspiriert Vorräte anzulegen, wodurch sie in der Lage waren bei Ausbruch des Konflikts Lebensmittelrationen, speziell Nudeln und Reis mit den mehr als 200 Palästinensern in der Basilika zu teilen. Dies verhinderte schließlich auch die Entwicklung eine viel ernsteren Situation als dann alle Versorgungen unterbrochen wurden: Wasser, Lebensmittel, Elektrizität, Telefon etc. Die Brüder entdeckten auch Wasserquellen und konnten Telefonbatterien wieder aufladen.
F 8 Menschen wurden in und um die Kirche während der Belagerung getötet. Die Brüder waren nicht nur der Gefahr durch Scharfschützen ausgesetzt sondern wurden auch durch technologisch fortgeschrittene automatische Waffensysteme, die über der Kirche auf Kränen montiert waren bei jeder Bewegung sogar wenn sie im Schatten erfolgte, beschossen. Während der ersten Tage der Belagerung schoss die Israelische Armee immer wieder auf die Fenster im Konvent. Einige Brüder entkamen nur ganz knapp. Einer wurde beinahe getötet als er in seinem von Kerzenschein erleuchteten Zimmer vor einem Spiegel stand. Die Waffe, die darauf programmiert ist, jegliches bewegliche Ziel zu verfolgen und automatisch zu feuern, stellte sich auf ihn eine und er entkam nur wie durch ein Wunder, indem er aus dem Zimmer kroch.
F Die Brüder hatten sowohl zu den Palästinensern in der Kirche wie auch zur Israelischen Armee draußen ein gutes Verhältnis. Ihr Zeugnis hat sichergestellt, dass Franziskaner in Zukunft würdige Vermittler sein werden, in dieser Realität, die in zunehmendem Maße von Gewalt und Hass auf beiden Seiten geprägt ist.
F Die Rolle, die die Brüder in Rom und im Heiligen Land spielen und dabei sicherstellen, dass ständige und genaue Berichte an die Außenwelt gelangen, wurde deutlich. Während der ganzen Zeit fanden Gespräche auf höchster Ebene statt, mit dem Vatikan, der israelischen Regierung, dem Vorsitzenden Arafat, Präsident Bush, Colin Powel, Anthony Zinni, Romano Prodi und vielen anderen. Presseaussendungen, die die franziskanische Perspektive wiedergaben wurden sowohl unter www.ofm.org als auch unter www.fides.org veröffentlicht. Der Generalminister sprach über die wichtige Rolle der Medien bei der Darstellung unserer Version dieser Geschichte um der Desinformation und Verdrehung der Wahrheit, die selbst nach der Befreiung weitergeht, entgegenzuwirken.
F Die emotionalen und psychologischen Auswirkungen auf die Menschen sind schwer abzuschätzen. Sicher ist allerdings, dass der Schaden sowohl für einige der Brüder wie auch für viele andere Menschen langfristig sein wird. Viel fürchten, dass nach dieser Erfahrung die christliche Bevölkerung von derzeit 30% weiter erheblich zurückgehen könnte. Vor dem 6-Tage Krieg 1967 war Bethlehem zu beinahe 100% christlich.
Unterstützung durch die franziskanische Welt: Die sowohl über das Kommunikationsbüro als auch über das GFBS Büro verbreiteten Aufrufe des Generalministers veranlassten viel Menschen zum Handeln. Das GFBS Büro schickte Aufrufe an die GFBS Animatoren und Kommissionen der Provinzen und Konferenzen. Viele organisierten Aktionen und informierten das Büro. Wir vermuten, dass es noch viel mehr waren, von denen wir aber bis jetzt nichts gehört haben. Um eine Vorstellung zu bekommen, hier einige Beispiele:
1. William Ng schrieb an die jüdische Gemeinschaft in Hong Kong, nahm an einem Friedensmarsch teil und sprach zu den Teilnehmern. Dem israelischen Botschafter wurde ein Brief mit vielen Unterschriften übergeben und es fand ein längeres Gespräch mit ihm statt.
2.
Die englischsprachige GFBS Kommission schrieb dem israelischen Botschafter in den USA einen Brief und
schickte der New York Times eine Kopie zur Veröffentlichung. Einige Provinzleitungen in den USA
schrieben als Reaktion auf den Brief des Generalministers ihrerseits an
Präsident Bush.
3.
50 Brüder und
Schwestern der franziskanischen Familie, unter ihnen der Provinzial der zentralamerikanischen
Provinz hielten vor der israelischen Botschaft in San Salvador einen Tag des Gebetes und des Fastens ab.
4.
Die Brüder brachten
einen Brief zur israelischen Botschaft in Korea, kamen aber über die Sicherheitskontrollen
nicht hinaus.
5.
Verschiedene
Aktivitäten fanden in Polen statt, u.a. Gebetsdienste, interreligiöse Treffen
und Briefkampagnen (polnischer Außenminister, israelischer und
palästinensischer Botschafter, Präsident Bush, Brüder im Hl Land. ) die
Beziehungen der GFBS Kommission mit dem Kommissariat des Hl. Landes stellten
einen ständigen Informationsfluss an die polnische Presse sicher und ließen die
GFBS Kommission in Polen während der Belagerung zu einem Begriff werden.
6.
Die Brüder welche ihre
Provinzkapitel in Paris abhielten schrieben an Präsident Chirac und an die
israelische Botschaft in Paris.
7.
Die Brüder in Valencia,
Spanien halfen einen Gebetstag für den Frieden in der Kathedrale zu
organisieren.
8.
Das Asiatische Hotline
Netzwerk für Menschenrechte, welches an die asiatische Bischofskonferenz angegliedert ist, veröffentlichte einen
Aufruf des Generalministers, welchen sie vom GFBS Büro erhalten hatten. Das
Netzwerk hat ausgedehnte Kontakte in ganz Asien.
9.
Viele einzelne
Franziskaner, Ordensleute und Freunde sandten Sympathiebekundungen an die Kurie
und an wichtige politische und religiöse Behörden.
10. FI schaffte es, das Gespräch mit
beiden Seiten aufrecht zu erhalten.
Reflexion: Die von den Franziskanern gezeigte
Solidarität mit den Menschen ist eine Quelle der Freude und etwas, auf das man
stolz sein kann. Der ganze Vorfall hilft uns wieder einmal, unsere
Aufmerksamkeit auf die schlimme Situation im Mittleren Osten und die Bedeutung
internationaler Solidarität zu richten. Viele erkennen nun, welch ein Potential
an Gutem wir zur Verfügung haben, sowohl indem wir Menschen auf lokaler Ebene,
wo wir arbeiten unterstützen, als auch, indem wir die öffentliche Meinung
bewegen und Druck auf wichtige Behörden ausüben. Wenn wir uns dies zunutze machen,
können wir große Beiträge zum Frieden und zur Versöhnung leisten. Heute sind
sich mehr Menschen bewusst wie wichtig konzentrierte und organisierte
Anstrengungen in der Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit auf internationaler
Ebene sind. Das GFBS Büro versucht ein Netzwerk von Personen zu errichten, die
Interesse haben, auf dringende Aktionen zu reagieren. Wir laden alle
Franziskaner und Freunde ein diesem Netzwerk beizutreten. Wir werden es
veröffentlichen und die Franziskaner zur Mitgliedschaft einladen. Es gibt viele
Situationen, wo unsere Brüder und Schwestern in Gefahr sind und Unterstützung
brauchen. Ein Brief mag nicht viel bewirken aber einige Tausende sind etwas
anderes. Wir haben das Potential, lasst es uns zum Guten nutzen.
Empfohlener
Artikel über die gegenwärtige Krise im Mittleren Osten: 3 ausgezeichnete Links
die kurze und aufschlussreiche Informationen am Rande der Karte enthalten.
Zeittafel (historische Entwicklung), Schlüsselbegriffe und Hauptstreitpunkte.
Ich finde diese Information zum Verständnis der gegenwärtigen Vorgänge
nützlich: http://WWW.csmonitor.com/2002/0411/p02s02-uspo.html
Nachrichten
von den Konferenzen
1.
Sub-Sahara
Konferenz
Zimbabwe: Die franziskanische Kustodie
veröffentlichte im April eine Erklärung, in der der Wahlprozess als „sicherlich
nicht frei und nicht fair“ angeprangert wird. Sie gingen auf eine Reihe von
Einschüchterungsmaßnahmen der Regierung ein, die den Wählern Angst einjagen sollen,
wobei Jugendliche und Arbeitslose für die Schmutzarbeit benützt werden. Die
Medien waren von der Regierung gesteuert. Die Brüder verurteilen den Einsatz
von Lebensmitteln als Waffe gegen die Armen. Sie rufen „Menschen guten Willens“
auf, sich zusammenzuschliessen, und für eine bessere Zukunft zu arbeiten.
Abschließend betonen sie, dass die
gegenwärtige Situation weder das Ergebnis von Gottes Willen noch jenes des
Volkswillens ist und ermahnen alle, die Hoffnung nicht aufzugeben, denn „Friede
und Wohlstand wird es nur durch Gerechtigkeit geben“. Kopien der Erklärung
erhält man bei Joe Mc Mahon unter: jamacmahon@mango.zw
Kenya: Joseph Ehrhardt, GFBS Animato der
Vizeprovinz St. Francis in Kenya (joemasumbuko@yahoo.com) teilte dem Büro mit, dass man in
Nairobi ein Mini-FI Büro eingerichtet hat, das sich mit afrikanischen Fragen
befasst. Sr. Sabina, eine kenianische Kleine Schwester des Hl. Josef, und Joe
wurden ersucht, als Interimsleiter zu fungieren.
Mozambique: Gabriel Gutierrez, GFBS
Koordinator für die Kustodie hat
für die Brüder einige Seminare
über GFBS organisiert. Francisco O Conaire und Teddy Lennon, GFBS
Vorsitzender für die Sub-Sahara Region
werden dabei sein und über GFBS im Orden unter besonderer
Berücksichtigung von Ausbildung, Evangelisierung und brüderlichem Leben
sprechen. Die Treffen sind für Ende Mai geplant.
2.
Westslawische
Konferenz
Treffen
mit Provinzialen in Polen: Pietr ofm (kefaspiotr@poczta.fm)
informierte die Provinziale während ihres regelmäßigen Treffens über die Arbeit
der Kommission im speziellen und über GFBS im Orden im allgemeinen. Sie waren
dankbar für den Bericht und räumten ein, dass sie über viele Dinge nicht
Bescheid gewusst hatten. Kontakt wird jetzt ins Polnische übersetzt und von den
Provinzanimatoren an Ausbildungsstätte und lokale Bruderschaften verteilt. Man
erkannte historische Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen der
Kommission und den Provinzialen und führte dies darauf zurück, dass die GFBS
Animatoren nicht zeitgerecht relevante Berichte vorgelegt hatten. Die
Provinziale erkannten ihrerseits den Fehler, manchmal die Integration von GFBS
ins Leben und den Dienst des Ordens nicht unterstützt zu haben. Die Provinziale
drückten ihre Unterstützung für das europäische GFBS Treffen in Assisi aus. Es
werden alle 6 Ordensteile der Konferenz, inklusiv der Tschechischen Republik,
teilnehmen.
3.
SAAO
Konferenz
Osttimor: Peter Amon ist jetzt in Jakarta, nachdem er mehr als
ein Jahr in West Timor war und dort Flüchtlingen aus Ost Timor geholfen hat.
Die Brüder haben eine Pfarre jenseits der Grenze in Osttimor übernommen und wollen ihre Arbeit auch mit jenen
Menschen fortsetzen, die beschlossen haben, in West Timor zu bleiben. Peter
teilte dem Büro mit, dass viel Flüchtlinge nach Hause zurückgekehrt sind, und
dass das Projekt formal am 20.Mai 2002 zu Ende geht, dem Unabhängigkeitstag Ost
Timors. Peter ist jetzt Professor für Moraltheologie am philosophischen
Institut in Jakarta und wurde in dem im Jahre 2001 stattgefundenen Kapitel zum
Definitor gewählt.
4.
Brasilianische
Konferenz
„Drittes Welt Sozialforum“
Brasilien: Luciano, GFBS Koordinator der brasilianischen Konferenz (cpca@cpovo.net)
informierte das Büro über eine Reihe von Aktivitäten bei der Konferenz. Die GFBS Kommission trat gemeinsam mit
anderen Kommissionen der Konferenz im April in Agudos zusammen. Die Konferenz
verfolgt eine gute Politik. Einmal jährlich treffen sich die Provinziale und
alle Mitglieder der Konferenzkommissionen. Sie reflektieren über ein bestimmtes
Thema sowohl als Gruppe als auch getrennt. Jede Kommission hat auch Zeit ihre
eigene Tagesordnung zu besprechen. Luciano sagt, dass die GFBS Kommission
gewisse populäre Bewegungen unterstützt, die für die Schaffung einer
Friedenskultur arbeiten. Diese Gruppen organisieren Aktionen, die auf eine
Erleichterung des Dialogs ausgerichtet sind, sowie den Respekt vor der Würde der Person, vor
kulturellen Unterschieden , vor ethnischer Zugehörigkeit und religiöser
Überzeugung fördern sollen. Luciano sprach eine Einladung an das
Animationskomitee aus, am 3. Welt -Sozialforum teilzunehmen, das 2003 in Porto
Alegre, Rio Grande du Sul
abgehalten wird. Die wichtigsten NGOs sowie jene Bewegungen, die für
eine neue Weltordnung arbeiten, haben dieses jährliche Ereignis zu einem fixen
Termin in ihrem Kalender gemacht.
Einige Mitglieder der GFBS Kommission nahmen an der diesjährigen Veranstaltung
teil. Sie glauben, dass eine franziskanische Präsenz bei dieser Veranstaltung
unbedingt notwendig ist und hoffen, dass in Zukunft Franziskaner einen
organisierten, aus unserer Spiritualität kommenden Beitrag zu diesem Thema
leisten können. Die Jesuiten und Dominikaner haben während des diesjährigen
Treffens wichtige Beiträge geleistet. Abschließend versichert Luciano, dass es
eine starke Beteiligung von
brasilianischen GFBS Animatoren beim Treffen der amerikanischen Kontinente im
November 2002 geben wird.
GFBS Büro in El Salvador startet Web Seite: Am 12 April 2002 startete die Kommission eine Web Seite mit Beteiligung von mehr als 40 Leuten, wobei die meisten davon Franziskaner sind. Die Adresse lautet: www.justiciaypazfranciscana.org.sv
GFBS Konferenzkommission: Im April trafen sich die Konferenz-kommissionen in Tapilula, Chiapas. Vertreter von 4 der 7 Ordensteile waren anwesend. Analyse der Region: Die Kommission behandelte die soziale, wirtschaftliche und politische Realität in der Region mit spezieller Berücksichtigung des sogenannten „Pueblo –Panama Plans“
Dies ist ein von Weltbank, Internationalem Währungsfonds (IMF) und der Interamerikanischen Entwicklungsbank ausgeheckter Plan, um Mexiko für den Weltmarkt zu öffnen. Ihr Vorschlag umfasst neben einem ausgedehnten Straßen- und Schienennetz um die Rohstoffe wie Erdöl, Wasserkraft und die biologische Vielfalt zugänglich zu machen, auch die Errichtung von Fabriken (Maquilas).
Mexiko ist der fünftreichste Staat auf der Welt was die Biovielfalt anlangt. Internationale Pharmaunternehmen, viele davon mit Sitz in Texas, also gerade nebenan, haben bereits begehrliche Blicke auf die pflanzlichen Ressourcen geworfen, um sie für medizinische Zwecke zu nutzen. Es ist natürlich zu erwarten, dass sie alle patentiert werden und den Armen nicht zugänglich sind.
Dieser Plan kann als Teil eines umfassenderen Plans gesehen werden, demzufolge alle Länder Amerikas (Nord-Zentral- und Südamerika) zu Teilen einer als ALCA bezeichneten Freihandelszone gemacht werden sollen. Gegenwärtig gibt es zwei große Freihandelszonen: NAFTA (Kanada, USA, Mexiko) und Merco Sur (Südamerikanische Länder). Das Kleingedruckte könnte ernsthafte Konsequenzen für das Selbstbestimmungsrecht der Länder haben. ALCA tritt im Jahre 2005 in Kraft. Brasilien, die stärkste Wirtschaftsmacht im Süden leistet ALCA Widerstand, weil es sine starke Position gefährdet sieht. Die Zivilgesellschaft muss über diesen Vertrag debattieren und Stellung beziehen. Viele unabhängige Analysten glauben, dass dieser Plan gegen die besten (wichtigsten) Interessen nicht nur der Armen, sondern auch der Mittelklasse gerichtet ist. Dieser Plan wird ein wichtiger Punkt beim kommenden GFBS Kontinentaltreffen im Nov. 2002 in den USA sein.
Einige Vereinbarungen und Kommentare:
1. Bei der Umsetzung des Konferenzplanes 2000 – 2003 wurden gute Fortschritte
erzielt.
2.
3.
F
Die Kommission stimmte der
Veröffentlichung des Vossenack Buches
zu. Es wird
auch den anderen Ordensteilen Südamerikas zur Verfügung gestellt. Wer Interesse an Kopien hat,
kann sich an Alejandro Castillo wenden, der auch Auskunft über den Preis gibt: ofmjpic@hotmail.com
ESC GFBS Konferenztreffen – Jemez Springs, New Mexiko: Das Treffen fand vom 10.- 14. April 2002 statt. Einige Mitglieder der Franziskanischen Familie nahmen wie üblich als Gäste teil. Mark Schröder und Joe Nangel wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Mike Kulen wurde ins Komitee gewählt und ist neuer Kassier. Die Kommission einigte sich darauf, einen Bericht nach Rom zu senden, aus dem hervorgeht, wie die einzelnen Provinzen GFBS in die Ausbildung integrieren. Alle Mitglieder stimmten einer Teilnahme am GFBS Kontinentaltreffen zu.
4.
F
Broschüren: Man kam überein, bei
der Veröffentlichung des Buches über Gewaltlosigkeit, das gegenwärtig von Pace
e Bene vorbereitet und vom GFBS Büro gefördert wird, mitzuhelfen und die
Broschüre über den Klimawandel herauszubringen.
5.
F
Gewaltfreie Friedensstreitmacht:
Weitere Informationen sind unter: www.nonviolentpeaceforce.org erhältlich. Laut Jim Hoffman befasst
sich die Organisation jetzt eher
mit Möglichkeiten der Begleitung
und nicht so sehr der Vermittlung. Nach einem Besuch in Zimbabwe
überdachten sie ihren Standpunkt.
Sie hatten erkannt, dass sich die Dinge dort bereits zu weit entwickelt hatten,
um noch Raum für Vermittlung oder auch nur Begleitung zu lassen. Um diese
Bewegung zu unterstützen wird jeder Koordinator die Frage dem Provinzkapitel
vorlegen.
6.
F
Kampagne zum Stopp der
Straffreiheit/Kolumbien: Omar Fernandez sucht Möglichkeiten für Leute, die an
dieser Kampagne teilnehmen, zu Menschen in den USA zu sprechen. Er nennt das
Beispiel eines Prozesses gegen das Unternehmen Coca Cola, dem man vorwarf, in
die Ermordung mindestens eines Gewerkschafters in Kolumbien verwickelt zu sein.
Vor dem Eintreffen einer Delegation braucht es bessere Kommunikationsarten mit
dem GFBS Büro in Washington (FWOFLA)
Land Seminar:
Joe Rozanski sandte uns einen kurzen Bericht über das in Washington im April
abgehaltene Landreformseminar. Demnach wurde es von den Teilnehmern als großer
Erfolg gewertet. Einer der Weltbankbeamten, der der intellektuelle Autor der
Weltbankpolitik einer marktorientierten Landreform ist, sprach über
Schwierigkeiten, die von Funktionären in der US Administration und in der
Weltbank erfundnen werden, um die geplante Landreform zum Scheitern zu bringen.
Japanische
Energiepolitik und Anstrengungen zum Abschluss des Kyoto Protokolls
Joe Toda,
ofm, von FI Japan sandte zusammen mit Vertretern einer großen
interkonfessionellen Gruppe dem Premierminister Koizumi einen Brief, in dem
dieser aufgerufen wird, den Prozess um das Kyoto Protokoll abzuschliessen,
indem es im Parlament verabschiedet wird. Die Gruppe besteht aus dem Komitee
für Frieden und Gerechtigkeit der Katholischen Kirche Japans, FI und 33
Vertretern verschiedener christlicher Konfessionen und Gruppen, die zusammen
den Rat der christlichen Kirchen Japans bilden. Job hilft beim Aufbau einer
Organisation, die sich „ Das christliche Klima Netzwerk“ nennt. Er sagt, dass
wir „als Christen und als Gläubige nicht umhin können, uns mit diesen
internationalen Problemen
herumzuschlagen“. Im August/Sept 2002 findet in Johannesburg, Südafrika
ein Gipfeltreffen über nachhaltige Entwicklung statt. Ein Kopie der Erklärung
erhält man bei Job unter: jobtoda@xp.wind.jp
Bericht über
die GFBS Arbeit 1998 – 2002 und die Pläne für die Zukunft:
Cesare
Azimonti ofm, GFBS Konferenzkoordinator (c.azimonti@tin.it) wurde auf weitere 3 Jahre bestellt und
legte der Kommission einen Bericht über die GFBS Arbeit in der Konferenz,
zusammen mit Vorschlägen für die Zukunft vor. Neue Treffen, inklusiv Vossenack,
befassten sich mit einer Reihe verschiedener Themen: Versöhnung, ethischer
Umgang mit Finanzen, Franziskaner in Europa, Dialog, Militärkaplane und
Erziehung zur Gewaltlosigkeit. Die 3 Hauptereignisse waren: der Kongress in
Vossenack (eine ausserordentliche Erfahrung) leider mit einer geringen Anzahl
von COMPI Provinzdelegierten, das GFBS Handbuch und die Schaffung einer neuen
Kommission mit dem Titel „Dialog und Solidarität“ (GFBS, Ökumene, Kultur und
Kommunikation).
Zu
positiven Aspekten der Arbeit
gehören unter anderem eine wachsende internationale Offenheit, der Kongress in
Vossenack, Treffen von Brüdern, die sich mit Immigranten beschäftigen
(innerhalb der Konferenz und in Barcelona auf europäischer Ebene), das GFBS
Handbuch mit der Herausforderungm, es in den Ausbildungsprozess zu integrieren,
starke Anwesenheit der Delegierten bei Kommissionstreffen (durchschnittlich 15
von 19), gute Beziehungen zur Franziskanischen Familie (ein Treffen pro Jahr).
Einige der
Schwächen: Wechselnde
Delegierte. Schwierigkeiten, die Konferenzpläne auf lokaler Ebene verständlich
zu machen, wenig Interesse an Ökologie, es fehlt an der Fähigkeit, in
öffentlichen Fragen mit
bedeutender und prophetischer Stimme zu intervenieren, weiters ist die
Präsenz in der anfänglichen und ständigen Ausbildung zu gering.
Die
meisten Vorschläge wurden in
der Folge von den Delegierten diskutiert und sie entschieden, dass sie in den
nächsten 3 Jahren an folgenden Themen arbeiten werden: das Hauptthema ist die
Ökologie, wobei die verschiedenen Aspekte bei allen Tagungen behandelt werden.
Die GFBS Broschüre „Vollkommene Freude“ wird weiter veröffentlicht. Ausbildung
für neue GFBS Delegierte, ein Zusatz für das GFBS Handbuch im Hinblick auf die
italienische Realität wird ausgearbeitet, Treffen mit Ausbildnern, eine
Neubewertung der Arbeitsmethode wird weitergeführt.
Kolumbien:
die US Militärpolitik wird intensiver: Was plant die US Regierung dieser Tage in Bezug auf
Kolumbien ? Es scheint, dass die Dinge immer noch schlimmer werden. Es gilt 4
Hauptelemente der US Politik zu berücksichtigen. Zuerst wurde Anfang Februar
von der Bush Administration ein neues Hilfspaket vorgeschlagen, welches die US
Nothilfe zur Unterstützung des Planes Colombia ergänzen soll, den man in den
letzten 2 Jahren als Andean Regionalinitiative bezeichnete. Das für 2003
vorgeschlagene Hilfspaket beträgt insgesamt USD 731 Mio. für die Andean Region,
wobei 60% davon für Kolumbien bestimmt ist. 60% des Paketes ist gegenwärtig
Militärhilfe. Laut Zentrum für Internationale Politik beinhaltet die
Militärhilfe auch die Aufstellung einer zweiten Antidrogen Brigade.
Detaillierte Informationen zu diesem Thema und anderen US Hilfsprogramme für
Kolumbien findet man unter: www.ciponline.org/colombia
Franziskaner
von Paramilitärs verhört :
Mitglieder der Wanderbruderschaft, die in Kolumbien arbeiten, wurden mehrere
Stunden von Paramilitärs verhört. Hauptziel der Aktion waren 2 Brüder, ein Ire,
zusammen mit 3 gläubigen Frauen und einigen Laien. 3 irische Staatsbürger
werden zur Zeit im Gefängnis von Bogota festgehalten. Man wirft ihnen vor, FARC
Rebellen ausgebildet zu haben. Das GFBS Büro in Rom wollte gerade einen Aufruf
für eine dringende Aktion herausgeben, als man erfuhr, dass die Franziskaner in
Sicherheit sind. Die Situation bleibt jedoch gespannt und die Zukunft der Mission unsicher.
Das
Washingtoner Büro der Franziskaner für Südamerika (FWOFLA) beschäftigt sich mit
Migrations/Grenzfragen, Weltbankfragen und Kolumbien. Die US Provinziale laden
lateinamerikanische Provinzen ein, bei der Unterstützung von FWOFLA
mitzuhelfen. Das Büro kann Brüdern, die aus Brasilien oder anderen Teilen
Lateinamerikas kommen Termine bei Kongressführern verschaffen. Die Provinziale
müssen mehr auf die Stärke des Lobbying und den Zweck des Büros aufmerksam
gemacht werden. FWOFLA könnte Provinziale und Animatoren zu Veranstaltungen
oder Aktivitäten von besonderer Bedeutung nach Washington DC einladen.
Bedeutende Treffen werden noch
durchgeführt.
7. v Familia Franciscana
Internacional –Mexico, Pascle 390 col. Pedregal de Santo Domingo Coyoacan, C.P.
04369, Mexico D.F. Tel: (52 5) 553387494 ó 95 und
email: ffimex@laneta.apc.org and ffimex@hotmail.com
8. v Job Toda ofm,
Japan: jobtoda@xp.wind.jp
9. v
FI Kenya: fikenya@yahoo.com
10.
v Vossenack Veröffentlichungen:
Das Material ist auch auf folgender Webseite verfügbar: http://www.franciscans.de/kongress/english/doc/english.pdf
http://www.franciscans.de/kongress/espanol/doc/spanish.pdf
11.
v Ausgezeichnete Quelle über globale Erwärmung: 20-seitige Erklärung mit Diagrammen usw. in
4 Sprache. ( Englisch,
Französisch, Spanisch und Polisch.) Globale Erwärmung – was kannst DU
dagegen tun? http://www.panda.org/goforkyoto/Was ist das Kyoto Protokoll? http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/15186/story.htm
12.
v Europäisches, christliches Umweltneztwerk:
http://www.ecen.org/ecenhome.shtml
13.
v
FAO: http://www.fao.org
Bitte
schickt alle Daten über kommende GFBS Treffen, Kommentare &
Vorschläge an :
Gearóid Francisco Ó Conaire, OFM
OFM JPIC Office
Via
S. Maria Mediatrice 25
00165
Rome, ITALY
E-mail:
pax@ofm.org Web: http://www.ofm.org/
Tel:
(+39-06) 6849-1218 Fax: (+39-06) 6849-1266