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Nr. 1, Jänner 2002
Rundschreiben des
Internationalen OFM Rates für
Gerechtigkeit, Frieden und
Bewahrung der Schöpfung
(herausgegeben vom GFBS
Büro in Rom)
Einladung des Generalministers zum Gebet für den Frieden: Der Generalminister ruft alle Brüder auf, sich am 24. Jänner mit dem
Papst in Assisi zu verbinden, der dort mit den Führern der Weltreligionen
betet. Eine Kopie des Textes gibt es unter: www.ofm.org
Einladung zur Teilnahme am Fasten und zum
Gebet für den Frieden
Als Führer von Römisch Katholischen, religiösen
Kongregationen von Brüdern und Priestern, die in fast allen Ländern der Welt
aktiv sind, schließen wir uns aus ganzem Herzen dem Aufruf des Heiligen Vaters,
Papst Johannes Paul II zum Gebet und zur Arbeit für den Frieden und zum
gegenseitigen Verständnis unter den Religionen an. Im Besonderen rufen wir die
Mitglieder unserer religiösen Institute zur vollen Teilnahme am Fasttag (14.
Dez.) und am Gebetstag (24. Jän.), die
vom Heiligen Vater vorgeschlagen wurden, auf.
Die Zunahme von Gewalt und Krieg in unserer Zeit
macht uns besonders betroffen. Wir verurteilen jede Anwendung von Terror, der durch keine Motivation zu rechtfertigen ist. Wahre Religion
fördert Frieden, gegenseitiges Verständnis, Versöhnung
und gewaltfreie Lösung von Problemen. Wir
verurteilen jegliche Verwendung des Namens Gottes zur Rechtfertigung von
Gewalt.
Wir rufen unsere
eigenen Mitglieder, die Verantwortlichen aller Religionen, die Führer von
Politik und Wirtschaft und die Menschen guten Willens auf, sich zusammenzuschliessen und in einer entschiedenen und viel
stärkeren Anstrengung als bisher die Armut, die Ungerechtigkeit und die
Ausgrenzung an ihren Wurzeln zu bekämpfen. Wir
erkennen, dass diese Situationen oft zu Verzweiflung und irrationalem Hass
führen.
Wir rufen die Führer der Welt auf, jedes nur
mögliche Mittel zu ergreifen, um nicht den Weg des Krieges zur
Konfliktlösung einzuschlagen. Wir bitten sie dringend die
Rhetorik der Rache zu vermeiden. Wir rufen zu einer konzertierten Aktion mit
dem Ziel eines Waffenverbreitungsstops auf.
Wir drücken den vielen Opfern von Gewalt und Krieg unsere Anteilnahme aus und
versichern sie unseres Gebets. Wir verpflichten uns und unsere Mitglieder
die Leidenen zu trösten und als Kräfte des Trostes und der Versöhnung zu
wirken.
Vossenack Veröffentlichungen: Die im Jahr 2000 in Vossenack gehaltenen Vorträge wurden vom GFBS Büro
in spanischer und englischer Sprache veröffentlicht. 500 Kopien sind in
jeder Sprache für jene verfügbar, die am Kongreß teilnahmen sowie für
die Anfangs- und ständige Ausbildung in den Provinzen. Wer Kopien möchte
soll bitte das Büro informieren. Das Material ist auch über folgende
Web-Seite zugänglich: http://www.franciscans.de/kongress/english/doc/english.pdf
http://www.franciscans.de/kongress/espanol/doc/spanish.pdf
Kontinentaltreffen: Kontinentaltreffen
werden für die europäischen Provinzanimatoren in Assisi durchgeführt
(07.-12.Okt. 2002) und für jene aus den amerikanischen Kontinenten in San Luis
Rey/Kalifornien vom 25.-30. Nov. 2002. Der internationale GFBS Rat wird sich am
gleichen Ort vom 1.-5. Dez. 2002 treffen. Provinzanimatoren sollten eine
Einladung und ihre Provinziale eine Kopie davon erhalten haben. Sollten sie
nicht angekommen sein, kontaktiert bitte Cesare Azimonti c.azimonti@tin.it für Europa und Alejandro Castillo ofmjpic@hotmail.com und/oder Joe Rozansky jrozanskyofm@juno.com für die amerikanischen Kontinente.
Zitate: "Erinnern
wir uns, dass keine der Fragen mit denen wir vor dem 10. September konfrontiert
waren weniger dringend geworden ist. Die Zahl der Menschen, die von
weniger als einem Dollar am Tag leben ist nicht kleiner geworden. Die Zahl
derer, die an HIV/AIDS, Malaria, Tuberkulose und anderen Krankheiten sterben,
denen man vorbeugen kann, ist nicht kleiner geworden. Die Faktoren, die zur
Ausbreitung der Wüste, zum Verlust der biologischen Vielfalt und zur Erwärmung
der Athmosphäre führen sind nicht weniger geworden."
UN Generalsekretär Kofi Annan an die UN
Generalversammlung am 10.November.
Nachrichten von den
Konferenzen
1. Konferenz für Frankreich und Belgien
(COPEF)
Die GFBS Kommissionen beider COPEF Provinzen
trafen sich vom 14. - 17. Jan. 2002 in Paris. Zwei
Mitglieder der Kommission arbeiten mit Asylsuchenden und berichteten über die
aktuelle Situation. Anhand von speziellen Fällen zeigten sich die
Schwierigkeiten, denen sich viele gegenübersehen. Jene, die mit dem Gesetz
in Konflikt gekommen sind werden automatisch abgeschoben obwohl sie
der Großteil ihres Lebens in Frankreich zugebracht haben, auf Dauer von
ihrer unmittelbaren Familie getrennt sind und in ein ihnen fremdes Land
repatriiert werden. Besondere Sorge bereiten den Brüdern
neue Vorschriften, die es erlauben, Menschen direkt
bei ihrer Ankunft automatisch auszuweisen. Bis zu einem
Urteil in einem Asylverfahren können Jahre vergehen und inzwischen dürfen die
Menschen nicht arbeiten. Das führt oft dazu, dass sie ausgebeutet werden
bzw. manchmal auch kriminell werden um zu überleben.
Die Kommission möchte auch ein stärkeres ökologisches Bewusstsein
fördern. Patrice, ein belgischer Bruder, der in Frankreich arbeitet, ist
der Kommission beigetreten und wird den Reflexionsprozess in der Kommission
unterstützen wobei der Schwerpunkt auf globalen Problemen liegt, die
durch die weltweite Erwärmung entstehen.
Beide Kommissionen hatten sich vor 3 Jahren, nach ihren jeweiligen
Kapiteln darauf geeinigt, ein gemeinsames Treffen abzuhalten. Sie haben einen
gemeinsamen Bericht für ihre Provinzkapitel erstellt, welche Mitte 2002
abgehalten werden. Sie kamen auch überein, ihren Kapiteln einige Vorschläge zur
verstärkten Integration von GFBS in das Leben und den Dienst in den
Provinzen vorzulegen. Es wurde auch die Notwendigkeit besprochen eine
Person auf Teilzeit- oder Vollzeitbasis für die Unterstützung der
Kommissionsarbeit einzusetzen. Es herrsch grundlegende Übereinstimmung,
dass interfranziskanische Zusammenarbeit unerlässlich ist und in naher Zukunft
noch wichtiger sein wird.
Für die ständige GFBS Ausbildung wurden 2 Seminare organisiert, eines im
November 2001 und ein anderes im März 2002. Das Thema ist Gewaltlosigkeit.
Francisco schlug vor, am Treffen der europäischen GFBS Animatoren im
nächsten Oktober in Assisi teilzunehmen.
2. Ostasiatische Konferenz (EAC)
EAC Konferenztreffen: 21.-24. Feb. , Hong Kong
Japan: Job Toda, GFBS Koordinator für Japan schrieb
einen offenen Brief an unsere Brüder in den USA. Er wurde im Namen der
"japanischen Christen und Mitglieder von FI in Japan"
geschrieben und bringt die Anteilnahme angesichts der tragischen Verluste an
Menschenleben im September zum Ausdruck. Er ersucht sie dringend auf Präsident
Bush einzuwirken, das Kyoto Protokoll und Aktionen zur Dämpfung des Klimawandels
zu ratifizieren. Job fügte hinzu, dass "ohne internationale Zusammenarbeit
die Zukunft des Planeten und seines reichen Lebens in derart großer Gefahr ist,
dass man von der realen Möglichkeit eines Endes unseres Planeten sprechen
muss." Er erwähnt die immanenten Gefahren, denen sich kleine Inselstaaten
gegenübersehen, die von den steigenden Ozeanen überschwemmt werden, aber auch
die steigende Anzahl von Umweltflüchtlingen. Er kritisiert eine
seiner Meinung nach isolationistische Einstellung der US Regierung und fügt
hinzu, dass in "einer Ära, in der Weltfrieden und Koexistenz Hand in Hand
gehen, man auch gemeinsam an diesen arbeiten muss." Er teilt uns mit, dass
die Franzsikaner in Japan sich verpflichten, ihre Regierung bezüglich der
Ratifizierung des Kyoto Protokolls positiv zu beeinflussen. Der Brief ist auch
vom Präsidenten des Nationalen Christlichen Rates Japans unterzeichnet.
Wer den gesamten Text lesen möchte kann an Job schreiben unter: francis@xp.wind.jp
3. Südamerikanische Konferenz
Wandernde Bruderschaft, Kolumbien: Omar teilt uns mit, dass
sich 2 Kapuzinerschwestern dem Projekt anschliessen werden; zusammen mit den
drei ofm Brüdern und einem Laienmissionar aus den USA, die bereits dort
arbeiten. Sie möchten Schwesternbeziehungen mit Bruderschaften in anderen
Ländern eingehen, die ihnen bei einigen Projekten wirtschaftliche Hilfe geben
könnten. Brüder, die Interesse an einem Besuch haben, wenn er auch nur kurz
ist, sind willkommen. Das Wissen über ihre Aktivitäten, sowie über die
Lebensbedingungen der Vertriebenen würde zu einer besseren Entwicklung einer
solchen Schwesternbeziehung beitragen. Einer der Brüder, 3 Schwestern, ein
Religionsstudent und der Laienmissionar verbrachten Weihnachten mit
Menschen, die seit Jahren keinen Priester gesehen hatten. Auf diesen Besuch hin
kam auch der Priester der Pfarrgemeinde zu ihnen, der diese konfliktträchtige
Gegend bis dahin gemieden hatte. Weitere Informationen unter: fidmed426@hotmail.com
4. SAAO Konferenz
West Timor: Durch Aufrufe des Entwicklungssekretariats und des
GFBS Büros wurden USD 30.000,- für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung
gestellt, welche 3 unserer Brüder in Atambua, Ost Timor
durchführen. Er berichtete uns, dass die Situation dort ruhig
ist, und dass Xanana, der Führer Ost Timors sie bei einem Besuch
einlud, nach Hause zurückzukehren. Viele haben sich dazu entschlossen.
Peter Amon hat immer wieder ausgezeichnete Arbeitsberichte geschickt. Die
Brüder wurden ersucht, eine Pfarrgemeinde an der Grenze zwischen Ost- und
Westtimor zu übernehmen. Sie werden von dort aus weiter mit den Flüchtlingen
arbeiten. Im Dezember 2001 ging er nach Poso (Sulawesi). Er merkte an,
dass die Situation in und um die Camps immer noch gefährlich ist. Viele
Menschen wurden gezwungen, ihr Haus zu verlassen und fristen nun ein Leben
als Vertriebene auf Grund von Angriffen von muslimischen Jihad Terroristen. Er
wurde ins Definitorium gewählt und wird ab März einen Lehrposten übernehmen.
Wer an einer Kopie des Berichtes interessiert ist, kann diesen unter: www.ofm.org finden.
5. Konferenz für das südliche Südamerika
Chile: Kurz vor Weihnachten unterstützten die Brüder von
der GFBS Kommission und Anfangsausbildung eine Kampagne unter dem Motto: "
Eine Friedensnachricht für Weihnachten". Sie verbrachten den Tag in
öffentlichen Verkehrsmitteln der Hauptstadt Santiago und luden die
Passagiere zum Nachdenken über die Friedensbotschaft ein. (Manuel Alvarado
ofm nemas2000@hotmail.com)
6. Englischsprachige Konferenz (ESC)
SOA Watch (School of Assassins = wörtl. Schule der Mörder ?) Fort
Benning, GA, 16.-18. Nov 2001: Jim Hoffmann ofm , GFBS Animator der Heilig-Herz
Provinz teilte dem Büro mit, dass mehr als 8000 Menschen in Vierergruppen
zum Haupttor marschierten und dort ihr Kreuz oder ihre Fahne auf
die Kettenabsperrung von Fort Benning legten und dann wieder umkehrten.
Sie protestierten dagegen, dass Tausende lateinamerikanische Soldaten in
dieser Einrichtung ausgebildet werden, wobei viele von ihnen in ihren
Heimatländern für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind. Die
Stadt Columbus hatte die normale Begräbnisprozession(?), sowie jegliche
Versammlung auf der Hauptstraße, die zum Haupttor führt, verboten. SOA
Watch hat die Entscheidung beim Bundesgericht angefochten und gewonnen, obwohl
es der gleiche Richter war, der 26 der letztjährigen Demonstranten zu 6
Monaten Gefängnis verurteilt hatte, darunter eine 86-jährige gläubige
Frau. Er entschied, dass der Versuch der Stadt, die Prozession zu stoppen, den
SOA Watch Teilnehmern ihre verfassungsmäßigen Rechte vorenthalten würde. Jim
fügt hinzu, dass die meisten Teilnehmer junge Leute waren und gemäß dem
Genaralminister müssen wir sein, wo die Jungen sind. Es waren dieses Jahr nur 7
franziskanische Brüder dabei.
England: Seamus Mulholland ofm berichtet, dass das
Franziskanische Forum für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der
Schöpfung, welches wir im Franziskanischen Studienzentrum in
Canterbury errichten, sehr gut arbeitet. Franziskaner, Politiker und andere
qualifizierte Leute haben über Themen im Zusammenhang mit
GFBS, Flüchtlingen und Globalisierung nachgedacht.
7. Brasiliansiche Konferenz
Internationale Bruderschaft, die sich mit ökologischen Fragen befasst. Brüder der
San Benedict Provinz prüfen die Möglichkeit eine internationale GFBS
Bruderschaft zu ökologischen Fragen aufzubauen. Es gibt so viele Menschen, die
die natürlichen Ressourcen des Amazonas nur zu ihrem
finanziellen Vorteil ausbeuten und die Brüder denken, daß es einen
franziskanischen Gegenvorschlag braucht. Sie laden zum Nachdenken und zum
Mitteilen von Ideen ein. Die Bruderschaft könnte aus Brüdern bestehen, die
bereits über ökologisches Fachwissen verfügen oder aus solchen, die bereit sind
zu lernen. Wer an dieser Idee interessiert ist, könnte Johannes Bahlmann
kontaktieren: freijohannes@hotmail.com
8. Zentraleuropa
Ungarn: Brüder rufen zum Gebet für den Weltfrieden auf. Provinzial
Jakob Varei OFM , informierte das GFBS Büro über eine franziskanische
Initiative zur Orgnisation eines Gebetes für den Frieden in der Stadt Szeged in
Südungarn. Es fand Ende Nov 2001 statt. Das Nationaltheater
Szeged begrüßte ca. 700 Menschen als Vertreter großer
Weltreligionen. Die lokale Gemeinschaft der Provinz vom Hl Johannes
Capstistran half bei der Organisation der Veranstaltung.
Weitere Nachrichten:
Animationskomitee Treffen: in Rom
vom 1.-5. Feb.
Tragödie in Genf: Einer der
jungen Mitarbeiter im FI Büro in Genf, Steven Gimbl aus New Jersey starb bei
einem Skiunfall Mitte Januar. Wir sprechen seiner Familie und dem Personal in
Genf unser Beileid aus und versichern sie unseres Gebets.
Pax Christi USA - Friedensauszeichung:
Louis Vitale ofm, ehemaliger Provinzial der Santa Barbara Provinz erhielt diese
Auszeichung im Nov. 2001 in Columbus, USA. Wir gratulieren !
Ethische Investitionen: Beim
GFBS Büro sind Informationen - die meisten davon in englischer Sprache-
erhältlich in denen es um verantwortungsvolle Investitionspolitik anderer
Kongregationen und um Entscheidungen bei Generalkapiteln usw. geht. Francisco
hat einen Bericht für das Generaldefinitorium verfasst, der sich mit dem im
Gange befindlichen Reflexionsprozess über mögliche Maßnahmen der
Franziskaner befasst, um auf lokaler, provinzieller und allgemeiner Ebene ihre
Wirtschaftspolitik auf die definierten Missionsziele der Ordensteile abzustimmen.
Missionsunterstützung für indigene Gemeinschaft:
Fernando Figueredo ofm bittet das GFBS Büro die
Situation unter der die Inga Gemeinschaft im Nordwesten des Departements
Putumayo leidet, bekannt zu machen. Der von den USA unterstützte Plan Colombia
mit dem erklärten Ziel der Bekämpfung des Drogenhandels hat folgende
nachteilige Auswirkungen: gewaltsame Vertreibung, Krankheit und wirtschaftliche
Zerstörung. Die Inga Gemeinschaft fühlt sich besonders verwundbar. Brüder der
San Pablo Provinz haben seit 1994 mit dieser Gemeinschaft gearbeitet. Sie
helfen bei der Ausbildung junger, indigener Menschen durch ein ethnisches,
doppelsprachiges Erziehungsprojekt, das ihnen hilft ihre Weltsicht auszudrücken
und ihre eigenen Vorschläge für eine soziale, politische, ökonomische und
kulturelle Organisation vorzubringen.
Die Brüder würden gerne einen religiösen- oder
Laienmissionar begrüßen, der bereit ist, mit ihnen und den Menschen dort
zu arbeiten. Eine internationale Präsenz bietet den Menschen eine gewisse
Sicherheit. Die Art der Arbeit und die Dauer könnte mit der lokalen
Bruderschaft vereinbart werden. Wer interessiert ist oder mehr Informationen
möchte soll bitte das GFBS Büro unter pax@ofm.org
kontaktieren. Der Franziskanische Missionsdienst ist zu einer Ausbildung und
Unterstützung interessierter und geeigneter Kandidaten bereit, die mit OFM
Brüdern bei der Begleitung von Flüchtlingen und vertriebenen Völkern arbeiten
möchten. Das oben erwähnte ist ein Beispiel unter diesen Projekten. Man kann
die Brüder und die Gemeinschaft auch direkt kontaktieren unter: yunguillo1@latinmail.com
Aufrufe von FI:
1) FI
ruft die Regierung Indonesiens auf, Christen und andere religiöse Minderheiten
in Zentral Sulawesi zu schützen.
Franziskanische Brüder in Indonesien berichten,
dass Laskar Jihad ganze Dörfer zerstört hat, was zur gewaltsamen Vertreibung
tausender Menschen geführt hat. FI erließ diesen Aufruf im Dezember 2001 zu
einer Zeit, wo zahlreiche andere Dörfer von einer auf 1000 Mann
geschätzten Miliz angegriffen wurden. FI rief die Regierung auf, die Menschen
zu schützen und die volle Verantwortung im Hinblick auf ihre Verpflichtungen
gegenüber den internationalen Menschenrechten und den humanitären Gesetzen zu
übernehmen. Weiters wurde die Regierung aufgerufen den Vertriebenen eine
entsprechende Hilfe zukommen zu lassen und den Bischof von Manado in
seinem Bemühen zu unterstützen eine Entwaffnung und Auflösung aller
extremistischen Milizen, wie Laskar Jihad sowie eine Entwaffnung der lokalen
Bevölkerung zu erreichen. Die indonesische Regierung hat FI geantwortet
und man plant nun ein Treffen mit einer Regierungsdelegation. Den ganzen
Brieftext und die Antwort erhält man bei Chris Duckett unter: duckett@fiop.org
2) FI
schrieb auch einen Brief an die indonesische Regierung in dem tiefe Besorgnis
über den politisch motivierten Mord an Hr. Theys Hiyo Eluay, dem Führer der
Papua Gemeinschaft am 10. Nov. 2001 geäußert wird.
Die Eingliederung Papuas - einer früheren
holländischen Kolonie- in den Einheitsstaat Indonesien erfolgte im Jahre 1969.
Dabei wurde auf die Bedürfnisse der Einwohner Papuas keinerlei Rücksicht
genommen. Dieses Volk leidet seither unter schweren Menschenrechtsverletzungen
und grundlegenden Beschränkungen der Freiheit durch die indonesische Regierung.
Diese hat sich auf eine langfristige Kampagne von außergerichtlichen
Hinrichtungen, Gewalt gegen Frauen, Folter, willkürlicher Verhaftung, Einschüchterung
und Verfolgung von Einwohnern Papuas eingelassen. Das
Untersuchungsteam für Menschenrechtsverletzungen (KPP HAM), das von
der Nationalen Indonesischen Menschenrechtskommission im Feb.2001
ins Leben gerufen wurde kam zum Schluss, dass diese schweren
Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Einwohnern Papuas den Tatbestand eines
Verbrechens gegen die Menschlichkeit darstellen.
Das GFBS Ressourcen Buch im Internet: ist
unter folgender Adresse zugänglich: http://www.wtu.edu/franciscan/packs/handbook/
Es ist momentan in Englisch, Spanisch,
Französisch und Deutsch erhältlich.
Zehnter Jahrestag der Friedensverträge in El
Salvador. Eine Kopie des Berichtes in Spanísch
erhält man bei Carlos Torres ofm unter bienjpe@navegante.com.sv
Deutschland: Presseerklärung der Missionszentrale zur Schwächung
des internationalen Rechts
Die Überreaktion auf die Terrorangriffe vom
11. Sept. in den USA hat die Menschenrechte, die Bürgerrechte und das
internationale Recht geschwächt und verletzt. Die Reaktionen der weltweiten
„Allianz gegen den Terrorismus" haben in vielen Mitgliedstaaten dieser
Allianz zu einer gefährlichen Einschränkung von Menschen- und
Bürgerrechten geführt... erwähnt sei nur die in Großbritannien
stattfindende Diskussion, sich aus den Verpflichtungen der
Europäischen Menschenrechtskonvention (EHRC) zurückzuziehen, die Verschärfung
des Asyl- und Fremdenrechts in einem geplanten Anti-Terrorismus Gesetz in der
BRD, die weitrechenden Maßnahmen im Zuge der Beschaffung und Speicherung von
Daten durch das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für innere
Sicherheit, sowie die Änderung des Passgesetzes.
Es ist sehr zweifelhaft ob die Anwendung
militärischer Gewalt durch die USA und ihre Alliierten durch internationales
Recht gedeckt ist. Statt das brüchige internationale Gesetz, das auf einer
Ächtung des Krieges beruht, zu stärken, kehrt man zum Krieg zurück. Dies
ist ein schwerer Rückschlag für die Vereinten Nationen. Es ist bisher nicht
abschätzbar, ob besonders die USA als Hauptbeteiligter an dieser
Militäraktion in Zukunft bereit sein werden, ihre Aktionen am
Standard des internationalen Rechts und den Statuten des
Internationalen Gerichtshofes (ICC) messen zu lassen. Kopie des Textes,
der von 16 NGOs unterzeichnet ist unter: herbst@missionszentrale.de
Nützliche Informationen
Human Rights Watch warnt:
Anti Terror Kampagne- ein Vorwand für Menschenrechtsverletzungen und: neue
gobale Studie zeigt scharfes Druchgreifen gegen bürgerliche
Freiheiten unter: http://hrw.org/wr2k2/
Quellen zur Reflexion über den Frieden: www.acpp.org
"Erziehung für eine nachhaltige
Zukunft" Die UNESCO hat ein Multimediaprogramm zur
Lehrerausbildung entwickelt. Die Pilotversion (in Englisch) ist online
unter :
http://www.unesco.org.education/tlsf/
verfügbar. Das Programm wird später in mehreren Sprachen angeboten.
90 Sekunden Diashow über Schulden (power point) :
http://www.jdc-web.org.uk/slideshow.htm
ZENIT - die Welt von Rom aus gesehen ( 6
Sprachen): www.zenit.org
Islam (Spanisch): http://www.webislam.com/
Informationen und Reflexionen von Kirchen über
aktuelle Themen (Englisch): http:/www.wcccoe.org/wcc/behindthenews
.
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künftigen GFBS Treffen, Kommentare und Vorschläge an:
Geróid Francisco Ó Conaire, OFM
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